Neuer Wurm NetSky.P nutzt uraltes IE-Sicherheitsloch
Das Sicherheitsleck(öffnet im neuen Fenster) im Internet Explorer stammt vom März 2001, so dass eigentlich die Mehrzahl der Systeme mittlerweile gegen solche Attacken gefeit sein sollte. Womöglich profitiert der aktuelle NetSky-Wurm auch weniger von dem Sicherheitsleck, sondern von der Neugierde der Anwender, indem der Mail-Anhang manuell geöffnet wird.
NetSky.P versendet sich mit gefälschter Absenderadresse und suggeriert durch englischsprachige Textbausteine für die Betreffzeile und den Nachrichtentext, dass es sich um eine Systemmeldung handele, wonach eine E-Mail nicht korrekt zugestellt werden konnte. Unterhalb des Mail-Textes kann zudem ein Hinweis stehen, dass der Mail-Anhang angeblich von Virenscannern überprüft und für unbedenklich erklärt wurde. Der Wurm-Code befindet sich im Mail-Anhang, der wechselnde Namen aufweist und zumeist auf .exe, .pif, .scr oder .zip endet.
Zur Verbreitung durchsucht NetSky.P zahlreiche lokale Dateien nach gültigen E-Mail-Adressen und versendet sich über eine eigene SMTP-Engine an diese. Als Weiteres kopiert sich der Wurm auf einem infizierten System in zahlreiche Verzeichnisse, welche vom Namen her für P2P-Tauschbörsen genutzt werden könnten. Über entsprechend gewählte Dateinamen sollen Nutzer so dazu gebracht werden, die entsprechenden Wurm-Dateien auf den eigenen Rechner zu übertragen und auszuführen.
Unmittelbar nach der Ausführung des Wurms trägt sich NetSky.P so in die Registry ein, dass der Unhold bei jedem Start von Windows ausgeführt wird. Außerdem werden Registry-Schlüssel gelöscht, die etwa von verschiedenen MyDoom- und Bagle-Würmern vorgenommen wurden.
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