Suse Linux 9.1: Ab April mit Linux-Kernel 2.6

Mit Kernel 2.6 hält auch eine verbesserte Implementierung von ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) Einzug in die Linux-Welt. ACPI sorgt für effizientes Powermanagement, wodurch sich beispielsweise die Akkulaufzeit von Laptops erhöhen lässt. Mit Hilfe eines neuen Moduls in Suses grafischer Installations- und Konfigurationsumgebung YaST (Yet another Setup Tool) lassen sich dabei die individuellen ACPI-Einstellungen vornehmen.
Im Desktop-Bereich wartet Suse Linux 9.1 mit KDE 3.2.1 und GNOME 2.4.2 auf. Darüber hinaus enthält Suse Linux eine Vielzahl von Anwendungsprogrammen für die täglichen Aufgaben am Computer, darunter OpenOffice.org 1.1 und die Bildbearbeitung Gimp 2.
Um Privatanwendern den Einstieg in Suse Linux 9.1 zu erleichtern, enthält Suse Linux 9.1 eine "Live-CD", mit der Suse Linux auch ohne Installation auf der Festplatte getestet werden kann. Ein 70-seitiges, übersichtliches Handbuch begleitet den Einsteiger bei seinen ersten Schritten in der Linux-Welt. Von einer weiteren CD lässt sich Suse Linux Personal samt integrierter Firewall mit nur wenigen Schritten installieren – entweder als alleiniges Betriebssystem oder zur parallelen Nutzung (Dual-Boot) neben jedem beliebigen Windows-Betriebssystem.
Wer darüber hinaus die Netzwerk- und Server-Qualitäten von Linux nutzen möchte oder Linux als Entwicklungsplattform schätzt, dem empfiehlt sich weiterhin die Professional-Variante. Auf fünf CDs und zwei doppelseitigen DVDs, je eine für 32- und 64-Bit-Prozessoren, finden sich weit über 2.500 Programmpakete. Im Vorgriff auf die Verbreitung von 64-Bit-Prozessoren auch im Privatbereich enthält Suse Linux 9.1 Professional schon jetzt die gesamte Software für 32-Bit-PC-Prozessoren wie auch für AMDs Athlon64 und Intels "Extended Memory 64 Technology", die ebenfalls auf AMD64 basiert.
Neu ist auch Samba 3 zur Einbindung von Linux- und Windows-Rechnern in ein gemeinsames Netzwerk. Samba 3 ermöglicht nun auch die Integration von Linux-Rechnern in Windows-Domänen und den Zugang zu "Active Directory". Gelöschte Client-Dateien können jetzt serverseitig rekonstruiert werden. Dank "Single sign on" sind für einen Windows-XP-Client jetzt keine weiteren Änderungen mehr erforderlich, um sich gegen einen Samba-Server zu authentifizieren. Die Hardware-Konsolidierung wird durch die Möglichkeit, virtuelle Samba-Server aufzusetzen, vereinfacht.
Suse Linux 9.1 soll ab 23. April erhältlich sein. Der empfohlene Verkaufspreis für die Personal-Variate mit zwei CDs, Installationshandbuch und 30 Tage Installationssupport liegt bei 29,95 Euro, die Professional-Version mit fünf CDs, zwei Doppel-DVDs, Benutzer- und Administrationshandbuch und 90 Tage Installationssupport kostet 89,95 Euro. Die Update-Version bzw. Student-Version von Suse Linux 9.1 Professional ist für 59,95 Euro zu haben.



