Politik und Wirtschaft setzen auf digitalen Ausweis
Nach Lambertis Meinung ist fünf Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes über die digitale Signatur in Deutschland jetzt die Zeit gekommen, die letzten Weichen für die Einführung der elektronischen Signatur zu stellen. Lamberti: "Die fünf Jahre waren nicht wirklich verlorene Zeit, denn man hat inzwischen begriffen, was nicht funktioniert. Zum Beispiel, dass weder der Staat noch die Wirtschaft das Problem allein lösen können. Nur gemeinsam werden wir den nötigen Vertrauensvorschuss beim Konsumenten erzielen können."
Drei Ministerien – Innen, Wirtschaft und Justiz – hätten verstanden, dass Gemeinsamkeit notwendig sei, und erforderliche Änderungen des Gesetzes halte er deshalb für parlamentarisch durchsetzbar.
"Ab dem ersten Januar 2006 wird jeder Arbeitnehmer in Deutschland eine Jobkarte bekommen, die über eine digitale Signatur verfügt, das ist das Schlüsselelement einer flächendeckenden Umsetzung", so Lamberti. Durch den verbindlichen technischen Standard werde eine flexiblere Handhabung der Karten möglich. So könne die Jobkarte auch als Bankkarte genutzt werden oder von einzelnen Unternehmen wie eine Kundenkarte herausgegeben werden.
Über eine Universalkarte, als Ausweis, Bank- und Jobkarte in einem, werde noch verhandelt. "Ich glaube nicht, dass wir eine uniforme Karte brauchen. Wir brauchen eine uniforme Infrastruktur, auf die unterschiedliche Karten unterschiedlicher Marken aufsetzen können. Das ist dann nur eine Frage des Brandings. Solche Karten werden ähnlich sein wie bei Visa oder Mastercard; es steht halt ein kleines Symbol darauf, das signalisiert, dass die Karte eine elektronische Signatur enthält", sagte Lamberti.
Die Einführung biometrischer Erkennungssysteme wie in den USA sei für Deutschland allerdings derzeit noch nicht denkbar. Lamberti: "Ich glaube, dass wir noch ein paar Jahre von der Biometrie entfernt sind, einfach wegen des technischen Aufwands."
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