Epson mit digitaler Messsucherkamera für Wechselobjektive
Die R-D1 ist die erste digitale Messsucherkamera der Welt. Dieser Kameratyp kann auf Basis von Triangulation dem Fotografen die manuelle Scharfeinstellung erleichtern – die Kamera stellt dabei die Aufnahmeszene in zwei leicht versetzten Aufnahmewinkeln im Sucher dar, die man überlagern muss. Dies soll bei allen vorgesetzten Objektiven auch unter schwierigsten Lichtbedingungen sehr schnell möglich sein. Außerdem verdeckt im Falle des Auslösens der Spiegel nicht wie bei einer üblichen Spiegelreflexkamera die Sicht. Zudem entspricht das Sucherbild genau den Aufnahmebegrenzungen – eine Vergrößerung oder Verkleinerung findet nicht statt.
Der 6-Megapixel-CCD-Kamerasensor der schlicht "R-D1" getauften Kamera misst 23,7 x 15,6 mm und entspricht damit dem APS-C-Format. Damit werden Bildgrößen von bis zu 3.008 x 2.000 Pixeln möglich. In ihrer Wechselobjektivhalterung können sämtliche Objektive mit Leica-M- (mit Adapter) und Leica-L-Anschluss eingesetzt werden, was nach einer kurzen Recherche mehr als 200 Objektive in Frage kommen lässt.
Die Epson R-D1 speichert das Bildmaterial auf SD-Cards. Das Gehäuse misst 142 x 88,5 x 39,5 mm und wiegt ohne Lithium-Ionen-Akku, Objektiv und Speicherkarte 590 Gramm. Ein Preis steht noch nicht fest – gemunkelt wird aber von 2.300,- US-Dollar für das Gehäuse. Die R-D1 soll ab Sommer 2004 in den Handel kommen, heißt es zumindest auf der japanischen Website.


