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Bemühungen der deutschen Anti Spam Task Force kommen in Gang

Kampf gegen zugemüllte Postfächer. Die vom Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Forum e.V., initiierte Anti Spam Task Force (ASTF) lädt am 25. März 2004 zum zweiten Arbeitstreffen. Seit der letzten Versammlung im August 2003 haben Vertreter nahezu aller führenden Internet Service Provider in vier Expertenkomitees Vorschläge erarbeitet, die zu einer effizienten Bekämpfung von Spam beitragen sollen.
/ Andreas Donath
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Auf dem zweiten Treffen in Köln soll den Teilnehmern ein White-Paper vorgestellt werden, das die Überlegungen der vier Expertenkomitees zusammenführt, von denen sich zwei mit technischen Ansätzen zur Bekämpfung von Spam, eine mit rechtlichen Aspekten und eine weitere mit statistischen Verfahren zur Effizienz- und Nachhaltigkeitsanalyse befassen.

Ziel der ASTF ist es, ein umfassendes Konzept unter Berücksichtigung der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vorzuschlagen, mit dem zum einen die Belästigung von Nutzern durch nicht angeforderte E-Mails vermindert und zum anderen die Zustellung von legitim versendeten E-Mails sichergestellt werden soll. Dies schließe eine Zusammenfassung und Bewertung der vorhandenen Filteransätze – nicht Produkte – ein, so der Verband.

Die ASTF will kein technisches Produkt entwickeln und keinen gleichförmigen Lösungsansatz für alle Marktteilnehmer konzipieren, sondern vielmehr Empfehlungen für deutsche ISP-Firmen aussprechen. Dabei soll keine deutsche Insellösung geschaffen werden. Die ASTF strebt den Ausbau der bis dato aufgebauten internationalen Allianzen und die Ausprägung von Schnittstellen mit anderen Anti-Spam-Initiativen und Rechtskreisen an.

Flankierend wird aus Sicht der Beteiligten eine Bestandsaufnahme der geltenden und in der Diskussion befindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgenommen, um politische Entscheidungsträger mit Erfahrungen aus praktischer Sicht zu unterstützen.

Als Zwischenstand wurde festgehalten, dass Kunden und Infrastruktur nicht mit punktuellen Maßnahmen geschützt werden können, da die Spam-Verursacher Schutzmaßnahmen auszuweichen und durch immer neue Versandmethoden die Reichweite ihrer Aktionen aufrechtzuerhalten oder gar zu steigern versuchen. Gewünscht wird aus diesem Grunde ein auf Dauer angelegter Informationsaustausch der Experten auf mehreren Ebenen sowie bei Bedarf die Etablierung gemeinsamer Einrichtungen.

Eine Hoffnung kann man sich allerdings abschminken: Eine hundertprozentige Wirksamkeit von Maßnahmen gegen Belästigungen durch E-Mails wird es schon deshalb nicht geben können, weil mit technischen und organisatorischen Ansätzen nicht verhindert werden kann, dass Nutzer E-Mails als Spam empfinden, die unter rechtlichen Gesichtspunkten zulässig sind.


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