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T-Com sperrt 'Auslands-Dialer'

In Zukunft Rufnummern-Abgleich mit dem BSI. Die Festnetz-Tochter der Telekom, T-Com, sperrt künftig bestimmte Auslandsrufnummern, die von Dialer-Programmen angewählt werden. Grund seien Kundenhinweise sowie Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gewesen, denen zufolge Rufnummern in den Regionen Sao Tome und Principe (00239), Guinea Bissau (00245), Diego Garcia (00246) und Nauru (00674) gesperrt wurden. Gleiches gilt für bestimmte Nummern des Satellitenfunkdienstes EMSAT (0088213).
/ Christian Klaß
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"Da Auslands-Dialer nicht von den deutschen Verbraucherschutzgesetzen erfasst werden, hat sich das Unternehmen zu diesem Maßnahmenpaket entschlossen" , so die T-Com in einer Mitteilung. Um möglichst hohen Schutz für T-Com-Kunden gewährleisten zu können, würden identifizierte Zielrufnummern gesperrt. In Zukunft soll ein regelmäßiger Abgleich möglicher Rufnummern mit dem BSI erfolgen und Zahlungen der entsprechenden Carrier-Entgelte gestoppt werden.

Aus heiterem Himmel kommt der plötzliche "pro-aktive Verbraucherschutz" wohl nicht, denn erst kürzlich wurde vom Bundesgerichtshof entschieden , dass Kunden die Kosten für ohne ihr Wissen installierte Dialer-Programme nicht mehr tragen müssten – auch wenn sich das Urteil auf Dialer für inländische Mehrwertdienste-Rufnummern bezog. Ohne die Sperrung könnte die T-Com auf den Kosten sitzen bleiben. Dennoch: Für den Kunden ist dies eine positive Entwicklung, da ihnen in Zukunft Stress erspart bleiben dürfte.


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