Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Spieletest: Deus Ex - Invisible War (+ Gewinnspiel)

Verlosung: Von Warren Spector signiertes Spiel. Für nicht wenige Spieler ist Deus Ex auch vier Jahre nach seinem Erscheinen noch eines der besten PC-Programme aller Zeiten – kein Wunder also, dass der Veröffentlichung der Fortsetzung von vielen Seiten regelrecht entgegengefiebert wurde. Und auch wenn Invisible War sicherlich nicht alle hohen Erwartungen erfüllen wird: Ein grandioses Spiel ist den Entwicklern von Ion Storm und Warren Spector auch diesmal wieder gelungen.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Inhaltlich setzt Deus Ex: Invisible War ungefähr 20 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängertitels an – die Welt ist gerade dabei, sich von den Folgen des Krieges der Geheimdienste zu erholen. Nun aber treten alte Probleme wieder in den Vordergrund, etwa die schwindenden Wasserressourcen und die Nahrungsmittelknappheit, die Sicherung bürgerlicher Rechte und Maßnahmen gegen die drastisch gestiegene Umweltverschmutzung. Verschiedene religiöse und politische Gruppierungen nutzen das Chaos, um ein politisches Bündnis zu formieren.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Als Spieler darf man zunächst einen von vier Schwierigkeitsgraden auswählen und bestimmen, ob das virtuelle Alter Ego männlich oder weiblich sein soll – davon abhängig werden im Spiel bestimmte Gespräche anders ablaufen, da manche NPCs lieber mit Männern als mit Frauen Geschäfte machen und umgekehrt. In jedem Fall gerät man aber schon bald als Spielball zwischen die Interessen diverser konkurrierender Großkonzerne, wird von Cyber-Terroristen gejagt – und muss immer wieder erkennen, dass alles doch nicht so ist, wie es scheint.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Während der Vorgänger noch eine sehr gelungene Kombination aus Action, Strategie und Rollenspielelementen bot, sind diesmal vor allem die formbaren Charaktereigenschaften zu Gunsten eines stärker actionorientierten Spielablaufs beschnitten worden. Auf das bekannte Upgrade-System des eigenen Charakters muss man aber dennoch nicht verzichten: Da es sich bei Alex um einen Klon handelt, können seine Fähigkeiten mit Hilfe von Implantaten in vielerlei Hinsicht verbessert werden. So lässt sich die Geschwindigkeit der eigenen Beine oder auch die Kraft der Arme verbessern oder aber man erlernt die Beherrschung von Mech-Robotern. Auch die Selbstheilung ist möglich. Neue Implantate erhält man in Forschungslabors oder nach dem erfolgreichen Absolvieren von Aufträgen, zum Teil muss man allerdings auf bereits im Besitz befindliche Fähigkeiten verzichten, um dafür neuen Platz zu machen. Zudem brauchen viele Implantate beständig neue Energie, um zu funktionieren.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die meiste Zeit schleicht und rennt man durch die unterschiedlichsten Gebäude, immer auf der Hut vor den zahlreichen Gegnern. Kommt es zum Konflikt, kann Alex auf diverse Waffen zurückgreifen: Vom Elektro-Schocker bis zum Flammenwerfer reicht das Arsenal, das begrenzte Inventar lässt allerdings immer nur eine bestimmte Anzahl von Schießprügeln zu. Bomben und Multi-Funktionstools erweisen sich zudem teilweise als nützlicher als die normalen Feuerwaffen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Wie schon im Vorgänger ist aber auch bei Invisible War ein rabiates Vorgehen an vielen Stellen nicht ratsam. Das Spiel lässt einem zwar immens viel Freiheiten, Kamikaze-Angriffe sind aber meist deutlich schwerer zu überstehen als intelligent geplante Schachzüge. So kann man etwa in vielen Komplexen schlicht die Wachen am Eingang erschießen, um sich dann im Gebäude mit unzähligen weiteren Kämpfern herumzuschlagen. Oder aber man nutzt die Deckung verwinkelter Korridore und kleine Schächte, um unbemerkt an den eigenen Zielort zu gelangen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Gegner sind zudem über weite Strecken kein einfaches Kanonenfutter, sondern reagieren etwa auf Geräusche, die der Spieler macht, werden skeptisch bei herumliegenden Leichen oder rennen dem Spieler hinterher. KI-Aussetzer gibt es trotzdem einige – manchmal sind Wachen völlig desinteressiert, auch wenn einen Gang weiter gerade mehrere Gewehrschüsse abgegeben werden.

Durch den Einsatz der Havok-Physik-Engine gewinnt die Welt von Deus Ex viel an Glaubwürdigkeit hinzu. Stühle und Kisten fallen um, wenn man sich ihnen zu schnell nähert, Vasen oder Pokale, die irgendwo im Regal stehen, lassen sich aufnehmen und dann zum Beispiel zur Ablenkung der Kontrahenten werfen. Wie schon bei Max Payne 2 wirkt das Ganze stellenweise aber etwas übertrieben – manche Objekte etwa fliegen so weit durch den Raum, dass man das Gefühl hat, ihnen einen satten Fußtritt gegeben haben zu müssen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Atmosphäre ist ähnlich dicht und fesselnd wie schon beim Vorgänger. Das beginnt bereits bei der Intro-Sequenz, in der man Zeuge davon wird, wie ein Cyber-Terrorist ganz Chicago in Schutt und Asche legt. Aber auch danach erzählen wunderhübsche Zwischensequenzen die Geschichte weiter, die zudem auch hervorragend synchronisiert wurde – die Wartezeit auf die deutsche Version, die jetzt etwa drei Monate nach der US-Fassung erschienen ist, hat sich also gelohnt.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Grafik wird sicherlich die Geschmäcker spalten: Vor allem in den ersten Spielstunden streift man durch unzählige farblose und eintönige Gänge, was einige als zur unterkühlten Atmosphäre passend, andere als einfach langweilig empfinden werden. In den späteren Spielabschnitten – man bereist unter anderem Seattle und Kairo – wird der Titel aber zusehends farbenfroher. Wirklich gut sind aber zweifellos die beeindruckenden Licht- und Schatteneffekte, für die man allerdings auch einen hohen Preis zahlen muss – wer mit vollen Details in 1.024 x 768 spielen will, sollte einen Pentium 4 samt sehr schneller Grafikkarte besitzen, um das auch wirklich genießen zu können. Zudem benötigt man zwingend ein DVD-Laufwerk – anstelle auf mehreren CDs liefert Eidos das Spiel löblicherweise auf einer DVD aus.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die deutsche Version des Spiels kommt von Beginn an in der Version 1.2 auf den Markt. Wer einmal die englische 1.1-Fassung gespielt hat, wird deutliche Unterschiede feststellen – die etwas hakelige Steuerung wurde optimiert, die langen und häufigen Ladezeiten zwischen den Levels verkürzt. Ein wenig ärgerlich sind die zahlreichen Unterbrechungen dennoch; manchmal hätten die Spielabschnitte ruhig etwas länger als nur eine Hand voll Räume sein dürfen.

Fazit:
Deus Ex war eine spielerische Revolution, mit der Invisible War nicht mithalten kann – wer eine neue Genre-Definition erwartet hat, wird sicherlich enttäuscht, zumal sogar noch gute Elemente des Vorgängers wie das Charakter-Punktesystem entfernt bzw. beschnitten wurden. Trotzdem ist der Titel sein Geld voll und ganz wert: Die Atmosphäre ist großartig und die immense spielerische Freiheit, die einen beständig selbst das eigene Vorgehen bestimmen lässt, setzt immer noch Maßstäbe. Wer über die nötige Hardware verfügt, sollte also in die Zukunft reisen – und den Kampf gegen die Großkonzerne aufnehmen.

Gewinnspiel:
Eidos hat uns freundlicherweise eine von Warren Spector selbst signierte Version von Invisible War zur Verfügung gestellt. Zudem können wir auch fünf Lüftergitter im Deus-Ex-Stil verlosen, die ein nettes optisches Gimmick für den eigenen PC darstellen. Wer gewinnen will, muss nur folgende Frage beantworten: Nennen Sie uns einfach mindestens ein Spiel, mit dem Warren Spector schon vor der Veröffentlichung von Deus Ex in der Gaming Community für Aufsehen sorgen konnte. Antworten bitte per E-Mail an gewinnspiel@golem.de. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, Einsendeschluss ist der 20. März 2004.


Relevante Themen