Fairer Musik-Vertrieb per Kartoffel-Prinzip?
Potato eignet sich laut dem Fraunhofer Institut besonders für Insider, die Netzwerke bilden und sich häufig austauschen und weiterempfehlen. Der einfache Kauf von Musiktiteln läuft zunächst ähnlich ab wie bei anderen Portalen. Allerdings erhält der Käufer zusätzlich das Recht, den Titel weiterzuvertreiben, wenn er sich wie der Musiker bei Potato registriert.
Das System erzeugt daraufhin personalisierte Links, die der Käufer auf seine eigene Webseite stellen kann. Klickt der nächste Interessent dann auf diese Links, landet er seinerseits bei Potato und kann dort den Titel bezahlen oder auch seinerseits sekundärer Verkäufer werden. Die Umsätze werden online nach einem Schlüssel abgerechnet, der alle Beteiligten bis in die dritte Generation belohnen soll. Das Einverständnis der GEMA haben die Macher nach eigenen Angaben bereits eingeholt.
"Potato schafft dagegen Anreize für den Vertrieb, denn jeder aktiv Beteiligte bekommt seine Belohnung", erklärt Mitentwickler und 4FO-Vorstand Dr. Jürgen Nützel. "Dies funktioniert nicht nur mit Musikstücken, sondern prinzipiell mit allen Formen digitaler Werke – seien es Bilder, Videos oder Software wie Spiele."
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