Patches für Windows 2000 Server und MSN Messenger erschienen
Im MSN Messenger 6.0 und 6.1 steckt ein Sicherheitsloch in der Programmkomponente für die Bearbeitung von Datei-Anforderungen, worüber ein Angreifer über eine speziell formatierte Anfrage lokale Dateien einsehen kann, ohne dass das Opfer etwas davon bemerkt. Dafür muss ein Angreifer Name und Ort der einzusehenden Dateien sowie den Benutzernamen des MSN-Messenger-Anwenders kennen. Über eine solche Attacke lassen sich nur Dateien öffnen, für die das Opfer Leserechte besitzt. Wurde der MSN Messenger so konfiguriert, dass anonyme Nutzer abgewiesen werden, muss sich der Angreifer zudem zur Ausnutzung des Sicherheitslecks in der Kontaktliste des potenziellen Opfers befinden.
Ein weiteres Sicherheitsloch befindet sich im Windows 2000 Server im Zusammenspiel mit den Windows-Media-Komponenten Stationsdienst und Überwachungsdienst, worüber ein Remote-Benutzer über spezielle TCP/IP-Pakete eine DoS-Attacke ausführen kann, indem solche TCP/IP-Pakete an die Windows-Media-Dienste gesendet werden. Das kann dazu führen, dass keine weiteren Verbindungen mehr hergestellt werden können und der Dienst neu gestartet werden muss. Standardmäßig werden die für das Sicherheitsleck verantwortlichen Windows-Media-Komponenten nicht installiert, so dass nur Systeme betroffen sind, wo dies geschehen ist.
Microsoft bietet entsprechende Patches(öffnet im neuen Fenster) für den MSN Messenger 6.0 sowie 6.1 an. Auch für Windows 2000 Server mit Service Pack 2, 3 oder 4 steht ein passender Patch(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
Microsoft informierte am Patch-Day März 2004 außerdem über ein schweres Sicherheitsleck in Outlook 2002, das die Programmausführung beim Betrachten einer Webseite oder HTML-E-Mail ermöglicht.
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