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Versandbranche durch Internet beflügelt

"eBay-Phänomen" bringt neue Versandkunden. Unterschiedliche Umsatzentwicklungen in den beiden Jahreshälften und ein differenziertes Bild innerhalb der Versandbranche, so fasste der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) auf seiner Jahrespressekonferenz das Abschneiden der Versandhandelsbranche in Deutschland im Jahr 2003 zusammen. Dennoch konnte man durch das Internet viele, vor allem einkommensstarke Versandkunden hinzugewinnen.
/ Andreas Donath
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Der Kauf im Versandhandel, das Bestellen auf Distanz, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Versandhandelskäufer um 22 Prozent gestiegen. Rund 27 Millionen Deutsche kaufen jetzt per Katalog, Internet oder TV, so die aktuelle Verbraucheranalyse VA 2003 der Bauer Verlagsgruppe. Zugenommen hat die Zahl der Versandkäufer gerade in den jüngeren Altersgruppen. Jeder Zweite in der Altersgruppe zwischen 18 und 39 Jahren ist inzwischen ein Versandkäufer. Im Durchschnitt verfügt der Versandhandelskunde über ein Haushaltsnettoeinkommen von 2.163 Euro, so die Verbraucheranalyse, der Multi-Channel-Käufer liegt mit 2.592 Euro sogar noch weit darüber.

Der Versandhandel gewinnt also neue Kunden mit überdurchschnittlichem Einkommen. Im hohen Maße geht das nach Verbandsangaben auf das Internet zurück. Bestellen ist nicht zuletzt durch das "eBay-Phänomen" in aller Munde. Jeder zweite Internet-Auktionskunde bestellt auch aus Katalogen, jeder dritte in Onlineshops, hat das Forschungsinstitut Emnid festgestellt. Das Potenzial ist hoch, derzeit sind schon 11 Millionen eBay-Kunden registriert.

Insgesamt setzten die Versandhandelsunternehmen in Deutschland 21 Milliarden Euro um, das sind 1,3 Prozent oder 280 Millionen Euro weniger als 2002. Die Spezialversender, also die Fachhändler unter den Versendern, können für 2003 auf ein Umsatzplus von 3,9 Prozent (2002: plus 1 Prozent) verweisen. Die sieben warenhausähnlichen Universalisten (Bader, Baur, Klingel, Neckermann, Otto, Quelle und Schwab) hingegen müssen ein Minus von 5,0 Prozent (2002: Plus 4,6 Prozent) hinnehmen. Im Jahr 2002 hatte vor allem das Quelle-Jubiläum für eine weit bessere Zahl gesorgt.

Die Versenderbranche geht in ihren Erwartungen für 2004 von einer Umsatzsteigerung um 1,1 Prozent aus, die Universalversender hoffen auf plus 0,8 Prozent, die Spezialisten auf plus 2,4 Prozent.


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