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Tuister - Neue Eingabesteuerung nicht nur für mobile Geräte

Neuartige Bluetooth-Fernsteuerung auf der CeBIT 2004. Auf der CeBIT 2004 zeigen Informatiker der Universität des Saarlandes ein von ihnen im Rahmen eines DFG-geförderten Projekts entwickeltes Eingabegerät mit integriertem Display. Der Name "Tuister" kommt dabei nicht von ungefähr: Das zylinderförmige große Eingabegerät erlaubt eine Steuerung durch Drehen und Drücken einzelner Komponenten – die Wissenschaftler versprechen sich daher breite Einsatzmöglichkeiten und gute Verwertungschancen.
/ Christian Klaß
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Zukünftige Versionen sollen auf Kugelschreibergröße geschrumpft und somit problemlos überallhin mitgenommen werden können. Der Tuister-Prototyp ist noch etwas größer und besteht aus zwei gegeneinander drehbaren Zylinderhälften, von denen eine das Display enthält. Das Prinzip ist simpel: Die Tuister-Mechanik fungiert wie ein "tragbares Scroll-Stöckchen" mit Anzeige für die gerade ausgewählte Option. Die Bedienung erfolgt also im wahrsten Sinne des Wortes im "Handumdrehen".

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Im mit Display(s) versehenen Kopf des Tuister finden sich auch Bewegungs- und Magnetismus-Sensoren, mit welchen das Gerät seine absolute Position im Raum feststellen können soll. Weiterhin gibt es einen Rotations-Sensor an der zentralen, beide Zylinder verbindenden Achse. Durch die verschiedenen Sensoren lässt sich ermitteln, ob der Kopf rotiert wird, während der Griff gehalten wird – oder umgekehrt. Weiterhin registrieren die Sensoren, ob das Gerät für Zeige- oder Wackel-Gesten genutzt wird. Die Sensorendaten werden entweder vom Tuister selbst verarbeitet oder mittels Datenfunk versendet.

Das neue Bedienkonzept des Tuisters – die ersten drei Buchstaben des Namens stehen für "Tangible User Interface" – soll sich in Verbindung mit Bluetooth etwa für die drahtlose Steuerung elektronischer Audio- und Haushaltsgeräte oder als physikalische Benutzerschnittstelle zu Computersystemen eignen.

Der Prototyp wurde von Dr. Andreas Butz, Dr. Antonio Krüger und Markus Groß entwickelt. In Hannover wollen sie potenziellen Industrie- und Verwertungspartnern zeigen, dass der Tuister weit mehr als eine komfortable Fernbedienung ist. Gezeigt wird das von der Universität des Saarlandes bereits zum Patent angemeldete Tuister-Konzept auf dem Saarland-Forschungsstand der CeBIT 2004 in Halle 11 am Stand E 30.

Mehr zum Tuister findet sich auf der offiziellen Website www.tuister.com(öffnet im neuen Fenster).


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