SP2 für Windows XP bringt Software womöglich aus dem Tritt
Grund für die Überarbeitung von Windows-Applikationen dürfte eine so genannte "Data Execution Prevention" im Service Pack 2 (SP2) sein, die garantieren soll, dass Programmcode nur in ausdrücklich zugewiesenen Speicherbereichen ausgeführt wird. Überschreitet Programmcode diese Speicherbereiche, wird eine Programmausführung verhindert, so dass entsprechende Anwendungen modifiziert werden müssen.
Wie Tony Goodhew, ein Product Manager aus Microsofts Entwicklerabteilung, berichtet, könnten einige Windows-Applikationen unter Windows XP mit installiertem SP2 nicht mehr funktionieren, weil diese eben unsicher programmiert seien und daher einer Überarbeitung bedürften.
Microsoft will großen Software-Entwicklern Hilfe anbieten; kleinere Entwickler-Firmen werden auf eine entsprechende Webseite(öffnet im neuen Fenster) verwiesen. So stellt Microsoft im Internet Dokumente für Entwickler bereit, die erklären, was an bestehenden Windows-Applikationen geändert werden muss, damit die betreffenden Applikationen sich mit dem Service Pack 2 von Windows XP vertragen.
Im Zuge der neuen Sicherheitsfunktionen im SP2 verlangen auch einige Anwendungen aus Redmond nach entsprechenden Aktualisierungen: So muss das Entwicklungs-Tool Visual Studio .NET sowie das .NET-Framework überarbeitet werden. Während Visual Studio .NET sich nicht mit der neuen Firewall-Funktion im SP2 verträgt, kollidiert das .NET-Framework mit der "Data Execution Prevention".
Das Service Pack 2 für Windows XP wird Mitte 2004 erwartet.
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