Plattform-Action mit abgedrehtem Humor. Plattformspiele gibt es unzählige, nur wenige von ihnen können sich allerdings durch eine besonders witzige Hintergrundgeschichte und komödiantische Einlagen hervortun. Eidos und Crystal Dynamics präsentieren mit Whiplash nun ein Action-Spiel, das vor allem bei Freunden des schwarzen Humors auf viel Gegenliebe stoßen dürfte.
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Redmond und Spanx sind nicht gerade das, was man so gemeinhin als glückliche und zufriedene Haustiere bezeichnen würde. Schließlich leben sie in einem Versuchslabor – und müssen dort immer wieder für die brutalen und schmerzhaften Experimente ihrer Hausherren herhalten. Eines Tages gelingt ihnen aber wie durch ein Wunder die Flucht aus dem Käfig – und als pflichtbewusste Kumpanen machen sie sich nicht sofort aus dem Staub, sondern setzen es sich zum Ziel, das gesamte Labor zu demolieren und ihre Artgenossen zu befreien.
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Erschwert wird dies dadurch, dass die beiden aneinander gekettet sind und somit alle Wege zusammen gehen müssen. Im Spielverlauf lernt man aber schnell die Vorteile dieser eisernen Verbindung kennen: Als Spieler steuert man das Wiesel Spanx, das aber immer mal wieder auf den kleinen Hasen Redmond zurückgreift und ihn als Waffe benutzt – schließlich ist dieser ziemlich unempfindlich, was Gewalt und Zerstörung angeht. Somit lässt er sich vortrefflich gebrauchen, um kräftig zuzuschlagen, als Fackel herzuhalten oder aber in Gift getränkt böse Forscher zu vergraulen. Auch als Türöffner oder Toiletten-Verstopfung verrichtet der kleine weiße Nager bedingungslos seinen Dienst.
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Im Spiel trifft man nicht nur auf immens viele skurrile Charaktere, sondern auch auf einige ungewöhnliche Automaten und Laborgegenstände – auch hier kann Redmond immer mal wieder als Mittel zum Zweck dienen, so dass man sich manchmal fragt, ob der Hase in den Händen der Forscher nicht besser aufgehoben gewesen wäre als in den Pfoten von Spanx.
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Der abgedrehte Humor kann trotz der grandiosen Sprachausgabe und der zahlreichen teilweise irrwitzigen Slapstick-Einlagen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Whiplash über weite Strecken ein ziemlich gewöhnliches Jump&Run ist – und als solches leider auch einige Schwachstellen aufweist. So ärgert man sich bei den zahlreichen Geschicklichkeits- und Sprung-Passagen oder den Kämpfen gegen das Forscherpersonal immer mal wieder über die leicht ungenaue Steuerung oder die ungünstige Kamera. Zudem hat das Level-Design einige unnötige Längen: Beständig rennt man durch gleich aussehende Gänge und die Weiträumigkeit der Areale sorgt dafür, dass man sich immer mal wieder verläuft und einige Zeit braucht, um wieder an der richtigen Stelle anzukommen.
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Während die Animation und das Design der beiden Helden auf ganzer Linie überzeugen können, wirken die diversen Komplexe und Räume der Forschungsanlage teilweise etwas detailarm und einfallslos. Auf der PlayStation 2 sticht das noch etwas deutlicher ins Auge, da die Texturen hier darüber hinaus auch noch etwas verwaschen sind. Die Xbox-Version macht da einen insgesamt frischeren und hübscheren Eindruck. Ansonsten unterscheiden sich die beiden, bereits im Handel erhältlichen Versionen allerdings kaum. Ein Wort noch zur Spiellänge: Auch wenn man sich öfter mal verläuft, wird man kaum mehr als acht Stunden zum Durchspielen brauchen – besonders umfangreich ist Whiplash also nicht geraten.
Fazit: Schade, dass das Gameplay nicht mit den kreativen Story-Elementen mithalten kann – Whiplash hätte sonst ein absoluter Plattform-Hit werden können. Für zahlreiche Lacher ist das Spiel zwar auch so gut, auf die ganze Länge des Programms können die witzigen Ideen das etwas dröge Spielprinzip aber nicht auffangen.