Warnung: Starke Wurm-Epidemie findet kein Ende (Update)

Bagle-Würmer mit kennwortgeschützten ZIP-Archiven aufgetaucht

Das Jahr 2004 begann mit einer Flut an E-Mail- und Internet-Würmern, deren Ende im Moment kaum absehbar ist, denn seither schafft es wöchentlich mindestens ein Wurm, sich sehr stark im Internet zu verbreiten. Allein in den vergangenen Tagen tauchten immer wieder neue Ableger der Würmer Bagle und Netsky auf. Zu den jüngsten Entdeckungen gehören neue Varianten des Bagle-Wurms, bei dem sich der Wurm-Code in einer kennwortgeschützten ZIP-Datei verbirgt, so dass viele Unternehmens-Virenscanner derartige Schädlinge nicht erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,

Da sich die neu entdeckten und bereits stark verbreitenden Bagle-Ableger H, I und J mit einem kennwortgeschützten ZIP-Archiv versenden, überlisten sie damit so manchen Virenscanner, der auf Grund des Kennwortes den im Archiv befindlichen Wurm-Code nicht analysieren und erkennen kann. Das betrifft vor allem Virenscanner, die etwa direkt auf E-Mail-Servern zum Einsatz kommen und vor allem in Unternehmen verwendet werden. Erst ein Virenscanner auf Client-Ebene kann den Wurm dann beim Entpacken erkennen, erklären die Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Inhalt:
  1. Warnung: Starke Wurm-Epidemie findet kein Ende (Update)
  2. Warnung: Starke Wurm-Epidemie findet kein Ende (Update)

Beim Versand erzeugen die Bagle-Würmer ein zufällig gewähltes fünfstelliges Passwort, das im Nachrichtentext der E-Mail enthalten ist. Wer sich mit einem der drei Würmer infizierte, hat also einen gehörigen Arbeitsaufwand hinter sich: Zuerst hat er das Kennwort zum Öffnen der ZIP-Datei im Nachrichtentext der E-Mail gesucht, dieses eingegeben und anschließend das Archiv geöffnet und die darin befindliche Wurm-Datei manuell gestartet.

Mit einem entsprechenden englischsprachigen Nachrichtentext suggeriert der Wurm Bagle.J auf recht geschickte Weise, dass es Probleme mit einem Mail-Server gebe und man weitere Informationen in der angehängten Datei finde, um Opfer zum Öffnen des Anhangs zu bewegen. Wie auch die vorherigen Bagle-Würmer verbreiten sich die Neulinge über eine eigene SMTP-Engine, sammeln E-Mail-Adressen aus zahlreichen lokalen Dateien und versenden sich mit wechselnden Nachrichten- und Betrefftexten sowie gefälschten Absenderadressen. Als Weiteres kopiert sich der Wurm in Verzeichnisse, die dem Namen nach für File-Sharing-Netze verwendet werden, und verbreitet sich auch darüber. Die drei neuen Schädlinge öffnen zudem auf einem befallenen System den TCP-Port 2745 und beenden zahlreiche laufende Virenscanner oder andere Sicherheits-Software automatisch.

Aber nicht nur vom Bagle-Wurm verbreiten sich Ableger rasant im Internet, auch Netsky weist eine erfolgreiche Mutation vor: Der als Netsky.D geführte Ableger vermehrt sich explosionsartig im Internet, wobei sich die Charakteristika und Arbeitsweise des Wurms kaum von den Vorgängern unterscheiden. So versendet sich Netsky.D ebenfalls mit einer eigenen SMTP-Engine an alle Absender, deren Adressen er in zahlreichen lokalen Dateien auf einem befallenen System sucht. Betreff- und Nachrichtentext werden immer wieder anders zusammengestellt, wobei die Absenderadresse gefälscht ist. Infizieren tut sich nur, wer leichtsinnigerweise die an die Mail angefügt PIF-Datei manuell öffnet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Warnung: Starke Wurm-Epidemie findet kein Ende (Update) 
  1. 1
  2. 2
  3.  


:-) 23. Mär 2004

..die hei§en heute auch nicht mehr Viagra, sondern: "Re: Deine Mail von gestern"....!

Desertfox 16. Mär 2004

Endlich einer, der einen konstruktive Beitrag leistet!! ;)

Desertfox 16. Mär 2004

Wer lässt hier "oberhammergeilscheinende" Sprücherl ab?? DU bist doch der IT-Experte...

Ozzy 05. Mär 2004

Das ist aber ein sehr hinkender Vergleich. Leute die einen Server "bedienen" - egal...

Michael - alt 05. Mär 2004

nur bleibt der verursacher das problem und nicht die post, egal welche der verursacher...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  2. Stühle und Tische: Ikea bringt Möbel fürs Gaming-Zimmer
    Stühle und Tische
    Ikea bringt Möbel fürs Gaming-Zimmer

    Stühle, höhenverstellbare Tische und Zubehör: Ikea bringt viele Produkte heraus, die sich an Gamer richten - auch Mauspads und Trinkbecher.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /