Weitere Details zum Grafik-Subsystem in Microsoft Longhorn
Avalon liefert ein neues Rendering- und Composition-Modell für die Anzeige von Bildschirminhalten innerhalb von Applikationen, wobei die Fähigkeiten moderner Grafikkarten unterstützt werden. Als Weiteres umfasst Avalon ein neues Programmier-Modell, um das Aussehen der Bedienoberfläche besser bestimmen zu können. Zudem werden über Avalon auch Auflösungen von bis zu 200 dpi unterstützt, was mit bisherigen Windows-Systemen nicht möglich ist.
Die Anwender können von Longhorn zudem animierte Elemente sowie das direkte Bearbeiten der Bedienoberfläche im laufenden Betrieb erwarten. Ferner lassen sich Audio- und Video-Daten direkt integrieren und die Textformatierung kann besser auf das verwendete Ausgabegerät angepasst werden.
Wie Microsoft bereits angekündigt hatte, wird Avalon bewusst einige Industriestandards umgehen und eigene Techniken einsetzen. So setzt Avalon nicht auf den Vektorgrafik-Standard SVG, sondern verwendet andere Methoden, die bislang als WVG (Windows Vector Graphics) bekannt waren, von Microsoft aber nicht mehr so bezeichnet werden. Nach Angaben aus Redmond soll sich das bisher als WVG bekannte System besser in das Objektmodell von Avalon einbinden lassen und dennoch SVG-Entwicklern vertraut vorkommen, wobei die definierten Vektor-Grafik-Formen SVG entnommen wurden. Weiterhin kommt ein .NET-Object-Modell zum Einsatz, das zwar Ähnlichkeiten mit DOM aufweist, aber inkompatibel dazu ist.
Ein Veröffentlichungstermin für Longhorn wurde noch nicht bekannt gegeben. Analysten erwarten den Marktstart im Jahr 2005 oder spätestens 2006.
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