Abo
  • Services:

Telekom senkt Vorleistungsentgelte auf Druck der EU

Missbrauchsverfahren führt zu Tarifsenkungen für Line-Sharing in Deutschland

Die Deutsche Telekom hat sich gegenüber der Europäischen Kommission bereit erklärt, die Line-Sharing-Entgelte für Wettbewerber deutlich zu senken. Die von der Kommission vermutete Kosten-Preis-Schere soll so zum 1. April 2004 vollständig und dauerhaft geschlossen werden.

Artikel veröffentlicht am ,

"Obwohl die Deutsche Telekom seit Anfang 2001 verpflichtet ist, Konkurrenten den gemeinsamen Zugang zum Teilnehmeranschluss zu gewähren, war es bisher nur für sehr wenige Wettbewerber rentabel, diese Zugangsform zu nutzen. Die Deutsche Telekom wurde zum Quasi-Monopolisten für den Breitband-Zugang für Endkunden, während keiner der Wettbewerber eine signifikante Marktposition erreichen konnte. Dies liegt an der wettbewerbswidrigen Tarifstruktur der Deutschen Telekom", erklärte Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Stellenmarkt
  1. Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover
  2. BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin

Die Kommission hält einen funktionierenden Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern für den besten Weg zu Preissenkungen und drängt daher auf niedrigere Vorleistungsentgelte für die Wettbewerber der Telekom.

Die nun geplanten Tarifsenkungen haben die Kommission dazu bewegt, ihre Ermittlungen gegen die Telekom wegen des vermuteten Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung einzustellen. Diese Ermittlungen beruhen auf dem Verdacht, dass die Gebühren der Deutschen Telekom für Breitband-Zugang zu Lasten der Wettbewerber so hoch sind, dass keiner dieser Wettbewerber rentabel arbeiten konnte.

Die Telekom sei daher sowohl auf Vorleistungs- als auch auf Endkundenebene der dominierende Marktteilnehmer beim Breitband-Zugang in Deutschland. Auf Vorleistungsebene ist die Telekom derzeit der einzige deutsche Netzbetreiber mit einem bundesweiten Anschlussnetz, so die Kommission. Um Endkunden vergleichbare Dienste anbieten zu können, benötigen Wettbewerber auf Vorleistungsebene den Zugang zu dieser Infrastruktur. Bei den Endkunden-Zugangsdiensten habe die Telekom auch nach mehr als drei Jahren des Wettbewerbs noch immer etwa 90 Prozent Marktanteil.

Das Verfahren der Kommission wurde im Jahre 2002 auf Grund einer Beschwerde des deutschen Wettbewerbers QSC eingeleitet. Anstelle der Eröffnung eines formellen Missbrauchsverfahrens gegen die Telekom hat die Kommission jetzt jedoch Verpflichtungszusagen der Telekom akzeptiert. Ab 1. April 2004 bis Ende 2004 will die Telekom keine monatlichen Line-Sharing-Entgelte von ihren Wettbewerbern verlangen. Ab dem 1. Januar 2005 sollen die geltenden Line-Sharing-Entgelte dann in erheblichem Umfang und dauerhaft reduziert werden. Ferner hat DT entschieden, bestimmte ADSL-Endkundenpreise zu erhöhen.

Die reduzierten Line-Sharing-Entgelte für die Zeit ab dem 1. Januar 2005 bedürfen allerdings noch der Genehmigung durch die Reg TP. Die Kommission wird das Verfahren daher erst dann einstellen, wenn die Reg TP eine Entscheidung getroffen hat, durch die die Verpflichtungszusagen der Telekom effektiv angewendet werden können.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  2. und The Crew 2 gratis erhalten

Frank2 03. Mär 2004

Ganz ehrlich. An eurer Stelle würde ich schon mal anfangen zu überlegen, die restlichen T...

bully 02. Mär 2004

Tja, da habe ich noch mal Glück gehabt. Bei mir sinkt das ganze ab 01.04.04 (Aprilscherz...

Klaus 02. Mär 2004

Das wird wohl die angekündigte Erhöhung für T-DSL 1000 (768) bei ISDN Anschlüssen sein...


Folgen Sie uns
       


Google Lens ausprobiert

KI mit Sehschwäche: Google Lens ist noch im Betastadium.

Google Lens ausprobiert Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse
  2. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  3. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor

Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
  3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

    •  /