Sicherheitslücke in WinZip erlaubt Programmausführung
So verursachen die betroffenen Versionen von WinZip einen Buffer Overflow, wenn präparierte und seltener häufig verwendete MIME-kodierte Dateien mit WinZip geöffnet werden, wie Experten von iDefense herausgefunden haben(öffnet im neuen Fenster). Das Sicherheitsleck erlaubt einem Angreifer so, über Dateien der Endungen .MIM, .UUE, .UU, .B64, .BHX, .HQX und .XXE beliebigen Programmcode innerhalb des Archivs auf ein fremdes System zu schleusen und sich dadurch eine weit reichende Kontrolle über das System zu verschaffen. Ein potenzielles Opfer muss lediglich dazu gebracht werden, eine solche Datei mit einer älteren WinZip-Version zu öffnen.
Normalerweise enthalten MIME-Dateien keinen direkt ausführbaren Programmcode, so dass Nutzer sich hier in fälschlicher Sicherheit wiegen. Ein Angreifer kann derartige Dateien etwa in E-Mails einbinden, auf Internetseiten zum Download anbieten oder über Peer-to-Peer-Netzwerke bereitstellen, um so das Sicherheitsleck auf fremden Systemen auszunutzen.
Der Hersteller bietet lediglich WinZip 9 an, worin das Sicherheitsleck geschlossen wurde. Für Vorversionen werden keine Patches angeboten. Registrierte WinZip-Nutzer erhalten die aktuelle Version kostenlos, allerdings steht bislang nur die englischsprachige Version zur Verfügung. Da das Sicherheitsloch andere Packer-Programme nicht betrifft, kann zur Abhilfe auch eines dieser Packer-Tools verwendet werden.
- Anzeige Hier geht es zu Hacking & Security: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


