Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Auch IBM fordert Open-Source-Java

Sun soll zusammen mit IBM eine Open-Source Implementierung von Java entwickeln. In einem offenen Brief an Sun forderte IBMs Vizepräsident für "Emerging Technology", Rod Smith, die gemeinsame Entwicklung einer Open-Source-Umsetzung von Java. Eine freie Java-Implementierung könne eine enorme Bedeutung für die gesamte Industrie haben und die Akzeptanz von Java deutlich steigern, so Smith in seinem Brief an den Sun-Vizepräsident Rob Gingell.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

In einem Gespräch mit EWeek(öffnet im neuen Fenster) hatte Suns Chief Technology Evangelist, Simon Phipps, die Frage aufgeworfen, warum IBM seine Java-Implementierung nicht als Open Source frei gebe, was Smith seinerseits als Angebot für eine Zusammenarbeit deutet. IBM sei ein Freund der Open-Source-Bewegung und er sei sich sicher, so Smith, dass eine erstklassige, freie Java-Implementierung der Industrie zu weiterem Wachstum verhelfen könne.

IBM wolle Smith zufolge gern mit Sun in einem unabhängigen Projekt zusammen arbeiten. IBM wäre bereit, technische Ressourcen und Code für die freie Java-Implementierung zur Verfügung zu stellen, wenn Sun seinerseits Materialien einschließlich der Java-Spezifikation, Tests und Code zur Verfügung stelle.

Smith zeigt sich dabei zuversichtlich, dass die Open-Source-Community einen solchen Ansatz wohlwollend aufnehmen würde. Immerhin hatte auch der Open-Source-Verfechter Eric S. Raymond Sun bereits in einem offenen Brief aufgefordert , Java als Open Source frei zu geben.


Relevante Themen