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Leiter des Projektes 'Virtueller Arbeitsmarkt' gefeuert

Aufträge ohne Ausschreibung vergeben? Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat den Leiter des Projektes "Virtueller Arbeitsmarkt" (VAM) mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Diese Entscheidung traf der BA-Vorstand auf Grund von Ergebnissen einer Risikoanalyse des Projektes. Sie hat ergeben, dass Kosten und Funktionsfähigkeit des Projektes überprüft und dem Bedarf angepasst werden müssen.
/ Andreas Donath
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Die geplanten Erweiterungsstufen des "Virtuellen Arbeitsmarktes" (VAM) werden verschoben. Der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-J. Weise, hatte zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, sämtliche Aufgabenbereiche der BA einer schonungslosen Bestandsaufnahme zu unterziehen. Die nun getroffene Entscheidung im Hinblick auf den VAM ist ein erstes Ergebnis dieser Bestandsaufnahme.

Der für das Projekt zuständige Vorstand Heinrich Alt stellte fest, dass bei der Kostenentwicklung Risiken bestehen. Nach einer Ausschreibung hatte das Unternehmen Accenture im Februar 2003 den Zuschlag für das Projekt mit einem Volumen von 65 Millionen Euro bekommen. Neue Berechnungen ergeben, dass sich mit bereits jetzt geplanten, zusätzlich notwendigen Aufträgen ein Volumen von 125 Millionen Euro bis 2008 ergeben könnte. Dazu kommen weitere externe Kosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro, weil auf Grund des höheren Datenaufkommens das interne Netz der BA erweitert werden muss.

Die Innenrevision untersucht gegenwärtig das gesamte Projekt "Virtueller Arbeitsmarkt". Dabei wird insbesondere geprüft, ob aus dem Projekt direkt Aufträge an der dafür zuständigen Vergabestelle vorbei vergeben wurden.


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