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Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004

Forscher zeigen unter anderem Raumklang- und Projektionssysteme für Kinos

Auf der CeBIT 2004 in Hannover wollen Fraunhofer-Forscher Komponenten für das digitale Kino vorstellen: Neben einem mobilen Datenspeicher für den Drehort, Video-Kompression im Format Motion JPEG2000 (MJPG2000) und Klangfeldsynthese-basiertem Sound-System für besseren Kino-Raumklang soll auch eine günstige Projektortechnik gezeigt werden, mit der die Investitionen bei Kinobetreibern reduziert werden können.

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Laut der Fraunhofer-Gesellschaft steht das vielversprechende digitale Kino, das "D-Cinema", noch ganz am Anfang, da wichtige Schlüsselkomponenten fehlen würden. Um die digitale Kinokette zu realisieren, müsse vor allem das Problem der Speicherung enormer Datenmengen gelöst werden. So erzeuge ein 90-minütiger Spielfilm bereits eine riesige Datenmenge von mehr als zwei Terabyte (1 Terabyte = 1.000.000 Megabyte). Allein beim Dreh einer Minute digitalen Kinofilms würden etwa 40 Gigabyte Daten entstehen. "Dies stellt für den Umstieg auf die digitale Technik eine erhebliche Herausforderung dar", betont Siegfried Fößel vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

Inhalt:
  1. Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004
  2. Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004

Mobiler Speicher (Bild: IIS)
Mobiler Speicher (Bild: IIS)
IIS-Forscher entwickeln deshalb einen mobilen Speicher, der direkt am Set eingesetzt werden kann. Das 24 x 16 x 8 cm große Gerät soll etwa 30 Minuten unkomprimierten digitalen Film in HDTV-Auflösung speichern und rund 3 kg wiegen. Vergleichbare auf dem Markt erhältliche Geräte könnten nur vier Minuten speichern. Sollen mehr Daten aufgezeichnet werden, werden größere Speichersysteme gebraucht, die laut den Fraunhofer-Forschern stattliche 20 Kilo auf die Waage bringen.

Neben mobilen Speichern werden für die Bearbeitung der Daten auch neue Kompressionsverfahren benötigt. Die Fraunhofer-Forscher setzen dabei auf Motion JPEG2000 (MJPG2000). Das Verfahren speichert die bewegten Bilder in hoher Qualität und ist ein internationaler, offener Standard, an dem das IIS im ISO-Gremium mitarbeitet. Aus den komprimierten Daten sollen so sehr schnell Previews unterschiedlicher Qualität gemacht werden können. Der Regisseur könne sich zudem dank Digitaltechnik die gerade gemachten Aufnahmen anschauen und müsse nicht lange auf eine Tageskopie warten.

IOSONO (Bild: IIS)
IOSONO (Bild: IIS)
Da Spielfilme nicht nur von beeindruckenden Bildern, sondern auch vom Sound leben, zeigt das in Ilmenau beheimatete Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT auf der CeBIT auch sein neues Klangfeldsynthese-Soundsystem. Während in fast allen Kinos Dolby-Digital für guten Surround-Sound sorge, habe die gebräuchliche Technik den Nachteil, dass es dabei optimalen Hörgenuss nur auf wenigen Plätzen gebe. Diese Schwäche soll das Fraunhofer-Soundsystem IOSONO nicht aufweisen - eine Vielzahl von separat angesteuerten Lautsprechern soll hier dafür sorgen, dass auf jedem Sitzplatz "ein perfekter und natürlicher Raumeindruck" geboten wird. Im Einsatz ist die Technik bereits in den "Lindenlichtspielen" in Ilmenau, in Hollywood soll sie auch schon auf Interesse gestoßen sein.

Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004 
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Lutz Grellmann 10. Apr 2004

Wieviel sind bitteschön 1 megabyte ? 1.000.000 byte ? Danke und mfG

ich 07. Apr 2004

recht hat er.. ein kilobytes waren schon immer 1024 (2 hoch 10) bytes und nicht 1000 bytes

Casey 26. Feb 2004

Musst mich selbst erst kürzlich belehren lassen, das 1TB eben nicht 2^40Byte sind sondern...

Märtes 25. Feb 2004

Pixlet von Apple/Pixar wäre was ... Framegenau, HDTV-Auflösung (was für Kino übrigens...

Tera 25. Feb 2004

Natürlich streitet niemand ab, dass ein Kilo = 1000 ist... Aber es war halt ein Jux 2...


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