Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004

Die digitale Distribution von Filmen könnte laut einer Studie der Filmförderanstalt ("Majors planen digitalen roll-out ...") rund 90 Prozent der derzeit auf weltweit 5 Milliarden Euro geschätzten Vertriebskosten einsparen. Anstatt der Produktion und dem Versand von Filmrollen könnten beim D-Cinema die Filme einfach über Breitbandkabel, DVD oder Satellit ins Kino kommen. Der Nachteil: Kinobetreiber müssen viel Geld in neue Projektoren und Infrastruktur investieren, etwa 150.000 bis 300.000 Euro. Ein herkömmlicher Filmprojektor kostet nur etwa ein Zehntel davon und hält Jahrzehnte. "Kein Wunder also, dass bisher weltweit erst etwa 150 Kinosäle mit der neuen Technik ausgestattet sind", heißt es in einer Fraunhofer-Mitteilung.

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An einer preisgünstigeren Alternative arbeiten deshalb die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST und des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI. Statt eines teuren Projektors sollen mehrere preiswerte elektronische Wiedergabegeräte eingesetzt werden. "Jeder Projektor muss dann nur einen Teil der riesigen Datenmenge übertragen", erläutert Dr. Ralf Schäfer vom HHI das Prinzip. Damit der Kinobesucher nicht merke, dass mehrere Projektoren im Einsatz sind, müssten die Wiedergabegeräte absolut synchron laufen.

Eine vom FIRST entwickelte Technik kann auch auf unebenen Flächen genutzt werden, entzerrt die Projektion, überlässt die Feineinstellung der Projektoren einer speziellen Software und erlaubt somit das einfachere Zusammenschalten mehrerer Projektoren. "Durch das Herausrechnen geometrischer Diskontinuitäten und Farbnuancen generiert die neue Technologie eine homogene Projektion - unabhängig von der Form der Projektionswände", beschreibt Ivo Haulsen vom FIRST die Vorzüge des Systems, das die Forscher auf der CeBIT vorstellen. Zusätzlich zur autokalibrierenden Software wurde bei FIRST ein HDTV-Player entwickelt, der es ermöglicht, HDTV-Filme auf herkömmlichen Projektoren zu präsentieren.

"Die Digitalisierung beginnt mit dem Vorprogramm. In einigen Kinos wird bereits digital produzierte Werbung in geringerer Auflösung ausgestrahlt. Bis allerdings das Hauptprogramm auch in digitaler Form über die Leinwand läuft, werden noch einige Jahre vergehen", erwarten die Fraunhofer-Forscher. Die oben genannten sowie weitere Projekte präsentieren 15 Fraunhofer-Institute sowie die Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik IuK auf ihrem Gemeinschaftsstand in Halle 11. Dort zeigen Wissenschaftler Forschungsergebnisse und Anwendungen aus den Bereichen Health, Mobility, Business & Production, Home & Entertainment und E-Government.

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 Fraunhofer zeigt Digital-Kino auf der CeBIT 2004
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Lutz Grellmann 10. Apr 2004

Wieviel sind bitteschön 1 megabyte ? 1.000.000 byte ? Danke und mfG

ich 07. Apr 2004

recht hat er.. ein kilobytes waren schon immer 1024 (2 hoch 10) bytes und nicht 1000 bytes

Casey 26. Feb 2004

Musst mich selbst erst kürzlich belehren lassen, das 1TB eben nicht 2^40Byte sind sondern...

Märtes 25. Feb 2004

Pixlet von Apple/Pixar wäre was ... Framegenau, HDTV-Auflösung (was für Kino übrigens...

Tera 25. Feb 2004

Natürlich streitet niemand ab, dass ein Kilo = 1000 ist... Aber es war halt ein Jux 2...



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