Microsoft: Caller ID gegen Spam
Die "Caller ID für E-Mail" soll vor allem verhindern, dass E-Mails unter falschen Adressen abgesendet werden. E-Mail-Versender müssen dazu die IP-Adressen ihrer Mail-Server im Domain Name System (DNS) in einem speziellen von Microsoft definierten Format veröffentlichen. Systeme, die E-Mails empfangen, überprüfen dann jede E-Mail und versuchen festzustellen, von welchem System die jeweilige E-Mail stammt und überprüfen, ob diese Adresse im DNS-System als Mail-Server für ausgehende E-Mails eingetragen ist. Stimmen die Daten nicht überein, ist dies ein Hinweis auf einen Spam-Versuch.
Ähnliche Ansätze gibt es auch von anderen Unternehmen, allerdings schreitet Microsoft zusammen mit Sendmail, Amazon.com und Brightmail recht forsch voran. Ab sofort veröffentlicht Microsoft die "Caller IDs" für die Mail-Server des eigenen E-Mail-Dientsten Hotmail, ab Sommer sollen dann eingehende E-Mails mit dem eigenen Verfahren überprüft werden.
Zudem verkündete Gates Microsofts Pläne für eine Coordinated Spam Reduction Initiative (CSRI). Ein Regelwerk soll großen Unternehmen, die sich an diese Regeln halten, den Massenversand von E-Mails erlauben. Kleine Unternehmen, für die das entsprechende Regelwerk zu teuer ist, so Gates, sollen in Form von Rechenzeit zahlen. Microsoft plant, nicht zertifizierten Versendern beim Versand jeder E-Mail ein bisschen Rechenzeit abzuringen, wollen sie nicht als Spammer klassifiziert werden. Während dies für den normalen E-Mail-Versand kein Problem darstellen soll, würde dies die Kosten für den Versand von Spam deutlich erhöhen, so Microsoft.