Abo
  • Services:
Anzeige

Braunschweiger Forscher funken erstmals im Terahertz-Bereich

Erste Informationsübertragung mit Terahertz-Strahlen

Die Technische Universität Braunschweig berichtet von der ersten erfolgreichen Funkübertragung mit Terahertz-Strahlen. Dazu haben die Forscher vom Institut für Hochfrequenztechnik der TU Braunschweig eine neue Art von Modulator entwickelt, mit welchem sich den Terahertzwellen Informationen aufprägen lassen.

Anzeige

Terahertz-Strahlen liegen laut TU Braunschweig zwischen dem Bereich der Mikrowellen, die auch beim Mobilfunk eingesetzt werden, und der Wärmestrahlung. Sie können daher entweder als extrem hochfrequente Mikrowellenstrahlung oder als sehr langwelliges Licht angesehen werden. Die an der TU Braunschweig für die Informationsübertragung entwickelten Modulatorstrukturen sollen auf einem bekannten Transistorkonzept basieren, das aber erstmals für diese völlig neue Anwendung eingesetzt worden sei. Die Modulatoren, die an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), ebenfalls in Braunschweig, gefertigt wurden, enthalten eine sehr dünne Schicht von Elektronen. Durch das Anlegen einer Spannung könne diese Schicht entfernt werden, wodurch die Modulatorstruktur auf die Terahertz-Wellen mal mehr und mal weniger wie ein Metallspiegel wirke. Die Transmission durch die Struktur könne demnach über die Spannung eingestellt werden.

In einem ersten Demonstrationsexperiment wurden die Modulatoren in einem Sender-Empfänger-System platziert und von Musik aus einem CD-Spieler angesteuert. Das Signal der Empfangsantenne wurde dann auf einen Lautsprecher gegeben. "In diesen ersten Versuchen konnten wir die Musik etwa in der Qualität empfangen, wie man sie vom Telefonieren her kennt", so Thomas Kleine-Ostmann, Doktorand am Institut für Hochfrequenztechnik.

Prof. Dr. Martin Koch, Leiter der Terahertz-Gruppe, sieht das Experiment als einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem drahtlosen Terahertz-Kommunikationssystem. Grund für dessen Entwicklung sei der stetig wachsende Bedarf an Bandbreite in mobilen Kommunikationssystemen, welcher nur durch immer höhere Trägerfrequenzen befriedigt werden könne. Während Handys gegenwärtig im Bereich von 1-2 Gigahertz (GHz) arbeiten, nutzen das neue Bluetooth-System oder Wireless-LAN-Systeme zur drahtlosen Vernetzung von mobilen und stationären Datenträgern eine Frequenz zwischen 2,4 und 5 GHz.

"In nicht zu ferner Zukunft werden wir wohl die ersten lokalen Funknetze bei 50-60 GHz erleben. Langfristiges Ziel muss es aber sein, diese Arbeitsfrequenzen weiter zu steigern und in den Terahertz-(THz-)Bereich (1 THz = 1.000 GHz) vorzudringen. Um kleine, preisgünstige und effektive Sende- und Empfangskomponenten für Terahertz-Frequenzen zu entwickeln, muss jedoch noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden", so Prof. Koch.

Deshalb arbeite die Gruppe derzeit daran, die Modulatorstrukturen zu optimieren, um größere Modulationstiefen und höhere Arbeitsfrequenzen zu erreichen. Terawellen-Funk wird also vorerst nur im Labor der Braunschweiger Forscher genutzt. Abgesehen von der Datenübertragung sollen Terahertz-Strahlen z.B. auch für bildgebende THz-Verfahren von der medizinischen Diagnostik über Sicherheitsanwendungen bis hin zur Kontrolle von Fertigungsprozessen genutzt werden können.


eye home zur Startseite
Fliege 29. Feb 2004

Meine Meinung: Es giebt ein Liebligskind der Genforscher. Dieses wurde "Drosophila...

tralala 24. Feb 2004

Ja. Fake :) Sieht nach einer lustigen Abzockmasche aus... -tralala

bond 24. Feb 2004

klar bringen höhere takt und sendefrequenzen vorteil. die antennen (richtmaste) werden...

Palle 24. Feb 2004

Ich finde, die Frage ist berechtigt, aber gehört hier ganz bestimmt nicht ins Forum! Wer...

Geber 24. Feb 2004

Ich warte auf G-Com. Weiß da jemand schon was Genaues?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions AS GmbH, Stuttgart
  2. Online Verlag GmbH Freiburg, Freiburg
  3. R&S Cybersecurity gateprotect GmbH, Hamburg
  4. Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, Oberhausen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-72%) 5,55€
  2. (-63%) 14,99€
  3. 40,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  2. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  3. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  4. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  5. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  6. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz

  7. Basemental

    Mod erweitert Die Sims 4 um Drogen

  8. Verschlüsselung

    TLS 1.3 ist so gut wie fertig

  9. Colt Technology

    Mobilfunk ist Glasfaser mit Antennen

  10. Robotik

    Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  2. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet
  3. Pinnacle Ridge Asus aktualisiert Mainboard für Ryzen 2000

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt
  2. Koalitionsvertrag fertig "Glasfaser möglichst direkt bis zum Haus"
  3. Glasfaser Telekom weitet FTTH-Pilotprojekt auf vier Orte aus

Hightech im Haushalt: Der Bügel-Battle fällt leider aus
Hightech im Haushalt
Der Bügel-Battle fällt leider aus
  1. Smart Home Hardwareteams von Nest und Google werden zusammengeführt
  2. Lingufino Sprachgesteuerter Kobold kuschelt auch mit Datenschützern
  3. Apple Homepod soll ab Frühjahr 2018 in Deutschland erhältlich sein

  1. Falscher Ansatz: Es müssen neue Infrastruktur...

    KnutRider | 08:17

  2. Re: schlechter Artikel - völlig falsch interpretiert!

    AllDayPiano | 08:10

  3. Re: Geht doch auch mit alter Hardware...

    sidmos6581 | 06:46

  4. Re: Kupfer ist besser als eine Antenne

    wire-less | 06:41

  5. Re: Wasserstoff wäre billiger

    Bradolan | 06:21


  1. 19:40

  2. 14:41

  3. 13:45

  4. 13:27

  5. 09:03

  6. 17:10

  7. 16:45

  8. 15:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel