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Einigung: Marke eMule geht an eMule-Entwickler

Vergleich mit Firstway erzielt. Der Streit zwischen den Entwicklern der freien Filesharing-Software eMule und der Firstway Medien GmbH scheint beigelegt zu sein: Wie auf Freemule.net zu lesen ist, konnte man sich nach Verhandlungen auf einen außergerichtlichen Vergleich einigen – Firstway erklärte sich bereit, die eingetragene Marke "eMule" unentgeltlich an die eMule-Entwickler von emule-project.net zu übertragen.
/ Christian Klaß
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Firstway habe weiterhin mitgeteilt, dass man dort von dem DDoS-Angriff gegen verschiedene eMule-Websites keine Kenntnis gehabt hätte und nun helfen werde, den Schaden mit allen Mitteln einzudämmen. Die von Firstway angebotene eigene Version des eMule-Clients soll durch Hacker modifiziert, auf die Webserver von Firstway gespielt worden sein und nach Installation durch Nutzer des Firstway-Angebots DDoS-Attacken ausgeführt haben.

"Mit diesem Vergleich ist das Hauptziel von freemule.net erreicht und somit drohen keinem Webmaster oder Entwickler markenrechtliche Probleme in Verbindung mit eMule mehr. Wir möchten an dieser Stelle allen danken, die mitgeholfen haben, dieses Ziel zu erreichen. Insbesondere sei hier auch unser Anwalt Dr. Martin Bahr genannt für die vielen Nachtschichten" , heißt es im Newsbereich von Freemule.net.

Im Auftrag der Firstway Medien GmbH hatte die Kanzlei Günter Frhr. von Gravenreuth & Bernhard Syndikus "eMule" als Wortmarke angemeldet , am 8. Januar 2004 beim Deutschen Patentamt eintragen und eMule.de anschließend eine Abmahnung zustellen lassen. Nach dem Schulterschluss der eMule-Gemeinschaft unter der Domain Freemule.net und der darauf angekündigten Anfechtung der Wortmarke "eMule" wurde die Abmahnung allerdings zurückgezogen . Gravenreuth bestätigte, dass die abgemahnte Domain eMule.de ältere Kennzeichenrechte hat.

Auf Freemule.net wurde die Gemeinschaft der eMule-Nutzer um Spenden gebeten – bis dato kamen über 22.000 Euro zusammen. Da nun ein langjähriger Rechtsstreit mit Firstway abgewendet sei und nur die eigenen Anwaltskosten getragen werden müssten, sei bisher nur ein geringer Teil der Spenden aufgebraucht. "Wir werden in Kürze jedem Spender die Möglichkeit geben, über die weitere Verwendung seines Geldes zu entscheiden, einschließlich der Option, das Geld zurückzuerhalten" , verspricht Freemule.net. Die Spender sollen, sofern ihre E-Mail-Adressen bekannt sind, innerhalb der nächsten Wochen eine entsprechende Mail erhalten.

Zur Klage wegen Beleidigung wegen wüster Kommentare gegen den Anwalt Gravenreuth heißt es auf Freemule.net: "Auch wenn unser Hauptziel erreicht ist, so gibt es noch kleinere juristische Geplänkel. So hat Herr Gravenreuth gegen den Verantwortlichen dieser Seite Klage und Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt. Da er dabei jedoch von nachweislich falschen technischen Tatsachen ausgeht, sind wir zuversichtlich die anstehenen Verfahren schnell und in unserem Sinne beenden zu können."


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