Abo
  • Services:

Gravenreuth: Klage wegen Beleidigungen auf Freemule.net

Freemule.net-Betreiber soll wissentlich Beleidigungen veröffentlicht haben

Die eMule-Gemeinschaft hatte Anfang Februar 2004 die Website freemule.net ins Leben gerufen, um Spenden gegen eine - mittlerweile zurückgezogene - Abmahnung und die Anfechtung der eingetragenen Wortmarke "eMule" eines Mandanten der Kanzlei Gravenreuth & Syndikus zu sammeln. Ausgerechnet die wüsten Kommentare der Spender sorgen nun dafür, dass nicht nur dem Freemule.net-Betreiber eine Klage wegen Beleidigung ins Haus flattern wird.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie Herr Gravenreuth Golem.de mitteilte, werde gegen den Verantwortlichen freemule.net am heutigen Montag, dem 23. Februar 2004, Klage in München wegen Beleidigung eingereicht. Auch bei der Staatsanwaltschaft Dresden wurde Strafantrag gestellt, hier nicht nur gegen den Freemule.net-Betreiber, sondern auch gegen die noch 6anonymen Spender, durch deren Höflichkeit vermissende Kommentare sich der Anwalt Günter Freiherr v. Gravenreuth beleidigt fühlt.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Da die Spenderkommentare erst nach erfolgter Bezahlung und somit auch einer manuellen Absegnung seitens Freemule.net erscheinen, sei der Fall nicht mit einem vom Betreiber zu kontrollierenden Gästebuch auf einer Homepage vergleichbar - die Kommentare seien damit auch dem Betreiber von freemule.net zuzuweisen. Eine entsprechende Unterlassungserklärung soll der Freemule.net-Betreiber laut Gravenreuth bereits unterzeichnet und die fünf beanstandeten Kommentare entfernt haben. Allerdings wurden die Abmahnkosten abgelehnt und aus Datenschutzgründen die Identität der Spender nicht preisgegeben, weswegen Gravenreuth nun klagt.

Im Auftrag der Firstway Medien GmbH hatte die Kanzlei Günter Frhr. von Gravenreuth & Bernhard Syndikus "eMule" als Wortmarke angemeldet, am 8. Januar 2004 beim Deutschen Patentamt eintragen und eMule.de anschließend eine Abmahnung zustellen lassen. Nach dem Schulterschluss der eMule-Gemeinschaft unter der Domain Freemule.net und der darauf angekündigten Anfechtung der Wortmarke "eMule" wurde die Abmahnung allerdings zurückgezogen, da die abgemahnte Domain eMule.de laut Gravenreuth ältere Kennzeichenrechte hatte. Zuständig für die Mandantin Firstway ist Syndikus, nicht jedoch Gravenreuth.

Bereits wegen des Freemule.net-Forums gerieten die Kanzlei Gravenreuth & Syndikus mit dem Freemule.net-Betreiber aneinander. Das Forum bzw. die Kommentarfunktion ist bis zur Klärung deaktiviert, da auch dort Beleidigungen veröffentlicht worden seien.

Kommentar:
Erneut zeigt sich, dass Höflichkeit auch in Internet-Zeiten nichts ist, auf das verzichtet werden sollte. In der Netiquette finden sich dazu etwa folgende denkwürdige Sätze: "Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt", "Schreibe nie etwas, was Du dem Adressaten nicht auch vor anderen Leuten ins Gesicht sagen würdest" und "Erst lesen, dann denken, dann nochmal lesen, dann nochmal denken und dann erst posten!".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 36,99€
  2. 34,99€ (erscheint am 14.02.)
  3. (-80%) 5,99€

xtremist 16. Aug 2004

"Schreibe nie etwas..." schreiben schreiben schreiben....das bringt doch alles nichts...

Irrigator 30. Mai 2004

Günter Frhr.v.Gravenreuth sowie Syndikus erinnern mich sehr an die Menschen, die früh...

pewe222 02. Mär 2004

Obwohl ich nicht ständig in allen Foren unterwegs bin, ist mir nicht entgangen, daß Herr...

Martin 26. Feb 2004

Naja, manche Leute bekommen es ja nicht mal hin, groß zu schreiben... Martin


Folgen Sie uns
       


Commodore CDTV (1991) - Golem retro_

Das CDTV wurde in den frühen 1990er Jahren von Commodore als High-End-Multimediasystem auf den Markt gebracht. Wir beleuchten die Hintergründe seines Scheiterns und spielen Exklusivtitel.

Commodore CDTV (1991) - Golem retro_ Video aufrufen
Europäische Netzpolitik: Schlimmer geht's immer
Europäische Netzpolitik
Schlimmer geht's immer

Lobbyeinfluss, Endlosdebatten und Blockaden: Die EU hat in den vergangenen Jahren in der Netzpolitik nur wenige gute Ergebnisse erzielt. Nach der Europawahl im Mai gibt es noch viele Herausforderungen für einen digitalen Binnenmarkt.
Eine Analyse von Friedhelm Greis


    WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
    WLAN-Tracking und Datenschutz
    Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

    Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
    Eine Analyse von Harald Büring

    1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
    2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
    3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

    Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
    Elektroauto
    Eine Branche vor der Zerreißprobe

    2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
    Eine Analyse von Dirk Kunde

    1. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren
    2. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
    3. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie

      •  /