Abo
  • IT-Karriere:

Y statt X - Neues Window-System für Unix

Student entwickelt potenziellen Nachfolger für das X Window System

Der Ruf nach einer grundlegenden Überarbeitung des unter Unix verbreiteten X Window Systems wird immer wieder laut, dennoch ist das vor rund 20 Jahren entwickelte System bis heute der Standard in der Unix-Welt. Mark Thomas hat als Abschlussarbeit seines Masters-Studiums am Imperial College in London mit Y die Grundlage für einen möglichen Nachfolger von X entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,

Thomas geht mit X dabei hart ins Gericht, das System sei zu langsam, mache Programmierern unnötig viel Arbeit, verfüge über kein Standard-Toolkit, sei zu komplex und am Ende seiner Tage angelangt. Dennoch, so Thomas, verfügt X über einige Funktionen, die ein Nachfolger unbedingt mitbringen muss: Netzwerk-Transparenz, Modularität und Erweiterbarkeit.

Stellenmarkt
  1. Südzucker AG, Mannheim
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Nach diesen Anforderungen entwickelte er Y, das er in Form einer rudimentären Implementierung veröffentlicht hat. Y setzt auf ein Objektmodell und biete ein entsprechendes Nachrichten-System, um auf die Objekte zuzugreifen, verfügt über eigene Widgets und die Möglichkeit, diese in verschiedenen Stilen auf unterschiedlicher Grafikhardware zu rendern. Zudem existiert eine Client-Bibliothek für Y-Applikationen in C++ sowie einige kleine Beispielapplikationen.

Y verfügt laut Thomas über alle nützlichen Funktionen von X, insbesondere in Bezug auf die Netzwerktransparenz und Erweiterbarkeit. Dabei sollen Y-Applikationen auch über schmale Bandbreiten mit ähnlichen Reaktionszeiten nutzbar sein, wie X-Applikationen in einem lokalen Netzwerk. Möglich wird dies unter anderem, da einige Widget-Klassen fest in den Server eingebaut sind und so schon auf User-Seite vorliegen.

Potenzieller X-Nachfolger Y
Potenzieller X-Nachfolger Y

Allerdings verfügt Y gegenüber X über neue Funktionen wie Widget Buffering, Transparenz via Alpha-Kanälen und der Möglichkeit, den Desktop in seiner Größe anzupassen. Die hohe Modularität soll es zudem erlauben, den Grafikkartentreiber auszuwechseln, ohne das Window-System neu starten zu müssen. Auch die Hardwarebeschleunigung der Grafikausgabe soll unterstützt werden, ein erster Prototyp zur 3D-Beschleunigung sei bereits entwickelt, so Thomas.

Dennoch ist Y derzeit noch eine Baustelle, sind doch erst acht Widgets implementiert, während normale Toolkits mehr als 40 Standard-Widgets mitbringen. Erst wenn sich deren Zahl erhöhe, sei an die Implementierung komplexer Anwendungen und auch die Portierung von plattformunabhängigen Toolkits wie wxWindows, Qt oder SWT zu denken. Auch in den Bereichen 3D-Unterstützung, Multimedia-Wiedergabe und Internationlisierung ist noch viel Arbeit zu tun. Zudem ist die Unterstützung des alten X-Protokolls angedacht, um die breite Palette an existierenden X-Applikationen unter Y nutzen zu können.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 269,00€
  2. (u. a. Far Cry New Dawn für 19,99€, Ghost Recon Wildlands für 15,99€, Rayman Legends für 4...
  3. (u. a. PUBG für 13,99€, Final Fantasy XIV - Shadowbringers für 27,49€, Mordhau für 19,99€)
  4. 14,99€ (Bestpreis!)

bla 01. Apr 2006

2 MB fett? Das ist verdammt klein. Und Photon hat auf dieser Diskette glaube ich nur...

Mecki_78 23. Feb 2004

Da gibt es nichts zu verschicken, dass ist ja das tolle! Die drei Einstellungen, die man...

Mecki_78 23. Feb 2004

QNX schafft es auf eine 1.44 MB Diskette einen Realtime OS Kernel, Kommandozeilen Tools...

Netzialist 23. Feb 2004

Ja, und wie bei fvwm2 und enlightenment und icewm und uwm und .... lasst das doch... :-P...

any Y-developer 23. Feb 2004

Die website von Y ist nun auch in deutsch verfuegbar: http://www.y-windows.org/de/


Folgen Sie uns
       


Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test

Der Mercedes GLC F-Cell ist eines der wenigen Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Wir haben das Auto getestet.

Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test Video aufrufen
Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
  2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

    •  /