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Soziale Netzwerke als Spam-Schutz

Ansatz soll mit wenig Aufwand jede zweite E-Mail korrekt klassifizieren. Zwei Forscher der Universität Kalifornien in Los Angeles diskutieren in ihrem Aufsatz Personal Email Networks: An Effective Anti-Spam Tool(öffnet im neuen Fenster) die Möglichkeit, soziale Netzwerke zu nutzen, um Spam-E-Mails zu filtern. Rund 54 Prozent der eingehenden E-Mails soll das System sicher in Spam und Nicht-Spam klasifizieren können, die restlichen verbleiben zur Prüfung mit anderen Ansätzen.
/ Jens Ihlenfeld
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P. Oscar Boykin und Vwani Roychowdhury nutzen die sozialen Strukturen, in denen Menschen sich verhalten, um herauszufinden, ob eine E-Mail Spam ist oder nicht. Anhand der E-Mail-Adressaten in Absender, Empfänger und CC versucht das von den beiden Forschern entwickelte System, ein soziales Netz aus Personen zu erkennen, die direkt oder indirekt miteinander bekannt sind. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei Personen kennen, dann größer ist, wenn beide gemeinsame Freunde haben, von denen sie E-Mails erhalten.

Dieser Cluster-Effekt tritt bei Spam hingegen nicht auf, da die meisten Spam-Empfänger sich untereinander nicht kennen. So ließen sich in den Untersuchungen von Boykin und Roychowdhury mehr als die Hälfte der eingehenden E-Mails sicher richtig klassifizieren. Lediglich die andere Hälfte muss dann noch mit anderen, aufwendigen Anti-Spam-Methoden untersucht werden.


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