UWB: Die drahtlose Zukunft von USB und FireWire

WPAN-Technik soll Datenraten von bis zu 480 MBit/s ermöglichen

Intel hat auf dem Intel Developer Forum in San Francisco seine Strategie bezüglich künftiger drahtloser Verbindungstechnologien im Nahbereich vorgestellt. Dabei setzt Intel auf "Ultra-Wideband" (UWB), das auf einem sehr breiten Frequenzspektrum bei extrem geringem Strombedarf Datentransferraten von bis zu 480 MBit/s ermöglichen soll. Zudem soll UWB eine drahtlose Verbindung von Geräten aus den Bereichen Unterhaltungstechnologie, dem klassischen PC-Umfeld sowie mobile Endgeräte ermöglichen.

Artikel veröffentlicht am ,

UWB soll als Wireless Personal Area Network (WPAN) eine drahtlose Vernetzung im digitalen Heim ermöglichen und dort sämtliche Geräte vom PC über die digitale Foto- und Video-Kamera bis hin zum digitalen Videorekorder verbinden und ausreichend Bandbreite auch zur Übertragung von Bewegtbildern bieten. Dabei hat UWB einen geringeren Strombedarf als Bluetooth und kommt dennoch auf Reichweiten von rund 10 Metern.

Stellenmarkt
  1. Service Manager Windows Serversysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Dresden, Ingolstadt, Leinfelden-Echterdingen
  2. Discover Trainee (m/w/d) eCommerce
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
Detailsuche

Dabei setzt man auf ein breites Frequenzspektrum von 7,5 GHz, das im Bereich zwischen 3 und 10 GHz in 14 Bänder mit je einer Breite von 528 MHz unterteilt ist. Diese sind in fünf Kanälen zusammengefasst, von denen nur der erste notwendig ist, während die anderen vier optional hinzukommen können. So sollen sich Bandbreiten von 110 bis 480 GBit/s erzielen lassen. Zudem soll die flexible Nutzung der verschiedenen Frequenzen die Akzeptanz auf Seiten der entsprechenden Regulierungsbehörden verbessern.

In diesem breiten Frequenzspektrum kommt dann eine OFDM-Impuls-Modulation (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) zum Einsatz, eine schon vor 40 Jahren entwickelte Technik, die zunächst im militärischen Bereich genutzt wurde, heute aber auch bei ADLS, IEEE 802.11a/g, 802.16a Power Line Networking alias HomePlug oder Digital Audio Broadcast (DAB) und Digital Terrestrial Television Broadcast: DVB-T zum Einsatz kommt. Hinter UWB steht die von Intel mitgegründete MultiBand OFDM Alliance (MBOA), der mittlerweile über 60 Unternehmen angehören.

Einen weiteren Vorteil von UWB sieht Intel in der Möglichkeit, dass notwendige Hardware im CMOS-Verfahren hergestellt werden kann. Zudem sollen sich Endgeräte via UWB auf 10 cm genau orten lassen.

Dabei schwebt Intel eine einheitliche UWB-Funk-Plattform vor, auf der verschiedene Applikationen aufsetzen. Eine davon soll der Wireless Universal Serial Bus (WUSB) sein, dessen Verabschiedung für Ende 2004 geplant ist. Erste WUSB-Geräte werden aber schon auf dem IDF gezeigt, beispielsweise von NEC.

Neben WUSB sollen aber auch IEEE 1394/FireWire sowie die nächste Bluetooth-Generation und auch Universal Plug and Play (UpnP) künftig auf UWB aufsetzen. Erste UWB-basierte Produkte erwartet Intel für das erste Halbjahr 2005, den Massenmarkt will man dann bereits im zweiten Halbjahr 2005 adressieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Harald 19. Feb 2005

Für 3€ krieg ich vielleicht ein Kabel, aber wenn ich die drei Räume meiner Wohnung...

Lucky Luckster 13. Apr 2004

Für den Anfang: http://www.uwbinsider.com Leider ist der Informationsgehalt im Internet...

verena 12. Apr 2004

hi! Ich hätt da mal ne frage: Ich gehe in Graz auf die HTL Bulme:Abteilung Elektronik...

Lucky Luckster 20. Feb 2004

Das stimmt zwar, aber es soll auch bei höheren Reichweiten bei niedriger Leistung...

Mensch 19. Feb 2004

Sehe ich genau so. Spart man sich den Weg zum Arzt wegen Herzrhythmusstörungen o.ä...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  3. Staatliche Hacker: Stasi hörte seit 1975 Autotelefone in West-Berlin ab
    Staatliche Hacker
    Stasi hörte seit 1975 Autotelefone in West-Berlin ab

    Das B-Netz der Deutschen Bundespost wurde spätestens seit 1975 von der DDR-Staatssicherheit abgehört.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /