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Spieletest: Sonic Heroes - Der blaue Igel rast wieder

Jump&Run-Action für Xbox, GameCube und PS2. In der 16-Bit-Konsolenära gehörten Segas Sonic-Spiele zu den besten erhältlichen Plattform-Titeln, in den letzten Jahren hat die Reihe allerdings viel von ihrer früheren Faszination eingebüßt – der Sprung zu 3D bekam dem blauen Igel nicht sonderlich gut. Mit Sonic Heroes versucht man nun, alte Tugenden mit neuen Ideen zu verknüpfen.
/ Thorsten Wiesner
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Sonic Heroes lässt den Spieler nicht nur im Gewand des Igels antreten, sondern wartet mit insgesamt zwölf Charakteren auf – aufgeteilt in vier Gruppen mit je drei Figuren. Das bekannteste Team ist sicherlich Team Sonic mit Sonic, Knuckles und Tails, mit den anderen drei Mannschaften lässt sich das Spiel aber ebenso gut bestreiten. Ein erhöhter Wiederspielwert entsteht so leider nicht – das Gameplay ist mit allen Teams identisch, ein zweites Durchspielen mit anderer Mannschaft bringt also praktisch keine neuen Ereignisse mit sich.

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Im Spiel kann jederzeit per Knopfdruck zwischen den drei Charakteren hin und hergeschaltet werden. Sinnvoll ist das, weil jeder Typ über eine andere Stärke verfügt: Sonic beeindruckt mit rasend schnellen Bewegungen, Tails kann fliegen und Knuckles verfügt über erhebliche Kräfte, mit denen sich etwa eine Mauer durchbrechen lässt. Ein wenig taktisches Vorgehen ist also gefragt, allerdings erschließt sich fast immer direkt aus dem Spielverlauf, mit welchem Charakter man an bestimmten Stellen weiterkommt.

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Das Gameplay erinnert stark an frühe Sonic-Spiele – der Adventure-Anteil wurde also wieder reduziert, stattdessen rast man über schmale Planken und Loopings mit unzähligen Speed-Ups und Gefahren, springt über weite Abgründe und vom Rampen und muss immer mal wieder auch ein paar Kontrahenten vermöbeln. Die Bedienung geht dabei auf allen drei Konsolen sehr leicht von der Hand und ist im Großen und Ganzen sehr intuitiv.

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Was den Spielspaß leider erheblich drückt ist die wirklich miserable Kamera – beständig verliert man ohne eigenes Verschulden Leben, weil man Entfernungen nur schwer abschätzen kann oder aber einen Abgrund nicht rechtzeitig sieht. Erschwerend kommen noch ein paar Clipping-Fehler hinzu, auf Grund derer man urplötzlich durch Plattformen hindurchfällt und an extrem ungünstigen Positionen wieder neu abgesetzt wird.

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Auch die Optik gibt Grund zur Klage – Fans werden sich zwar sicherlich über bekannte Szenarien wie die Strandumgebung oder den Flippertisch freuen, die wenig detailreiche Grafik, die zudem an vielen Stellen auch noch stark ruckelt, wäre aber so auch problemlos auf der Dreamcast möglich gewesen. Die Versionen für Xbox und GameCube sehen dabei etwas besser aus als die etwas lieblos wirkende PS2-Variante.

Alles in allem ist Sonic Heroes darüber hinaus eine sehr kurze Angelegenheit – selbst die zahlreichen Frust-Tode können nicht verhindern, dass geübte Spieler schon nach etwa sechs Stunden alle Level erfolgreich absolviert haben.

Fazit:
Sonic Heroes bügelt viele Fehler vergangener Sonic-Spiele aus – leider aber längst nicht alle. Das Gameplay ist wieder deutlich Jump&Run-lastiger und wartet mit immens schneller und abwechslungsreicher Hüpf-Action auf, die miese Kamera und die nur durchschnittliche Präsentation lassen viele der guten Ansätze aber wieder verblassen. Fans des blauen Igel können also zugreifen, alle anderen bedienen sich bei den zahlreichen besseren Plattform-Titeln.


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