Gerüchte mit mehr Details um ATIs neue Grafikchips
Dass sowohl der für AGP-8X-Grafikkarten gedachte R420 als auch der für PCI-Express-Grafikkarten gedachte R423 wie schon der aktuelle Radeon 9600 XT im 0,13-Mikron-Low-k-Fertigungsprozess produziert werden, wurde schon zuvor vermutet. Laut Anandtech sollen R420 und R423 aus beachtlichen 160 Millionen Transistoren bestehen, während der noch in 0,15 Mikron gefertigte High-End-Vorgänger Radeon 9800 XT aus "nur" rund 110 Millionen Transistoren besteht.
Die Taktrate von R420 und R423 soll etwa bei 500 MHz liegen, Gleiches soll für die zugehörigen 256-MByte-GDDR3-Speicher gelten, die auf entsprechenden Grafikkarten zu finden sein werden. Wie die Radeon 9800 XT verfügen laut inoffizieller Roadmap auch R420 und R423 über acht Pixel-Pipelines, allerdings sorgen nicht vier, sondern sechs Vertex-Shader für einen höheren Vertex-Durchsatz. Da auch die Architektur – inkl. der Shader-Engines und der Kantenglättung – allgemein überarbeitet wurde, soll etwa die doppelte Pixel-Füllrate, der doppelte Polygon-Durchsatz und dank des GDDR3-Speichers auch eine höhere Speicherbandbreite erzielt werden.
Anandtech erwartet, dass es wie bei den Vorgängern je zwei Versionen der R420/423 mit GDDR3 und niedriger getaktetem DDR1-Speicher geben wird. Noch nicht klar, aber durchaus im Bereich des Möglichen ist, dass PCI-Express-Grafikkarten mit R423 mit höherem Speichertakt ausgestattet sein werden als ihre AGP-Pendants.
Für den mittleren Preis-Leistungs-Bereich erwartet Anandtech die RV380, den Nachfolger des Radeon 9600 XT, der nur für PCI-Express kommen werde. ATI weise in der Roadmap darauf hin, dass für AGP-Support in der Mittelklasse die Radeon 9800 (Non-Pro) oder die Radeon 9600 XT gewählt werden solle. Auch beim RV380 soll die 0,13-Mikron-Low-k-Fertigung zum Einsatz kommen, der Kerntakt liege bei rund 500 MHz, der Speichertakt bei 300 bis 400 MHz und die Speicherbandbreite soll wie beim Radeon 9600 XT weiterhin auf 128 Bit begrenzt sein. Obwohl auch beim RV380 weiterhin vier Pixel-Pipelines und zwei Vertex-Shader-Einheiten zum Einsatz kommen, soll die Architektur weiter optimiert worden sein und nicht nur durch höhere Taktraten mehr Leistung erzielen.
Auf RV380-Grafikkarten wird man vermutlich etwas länger warten müssen als die für erstes Halbjahr erwarteten R420- bzw. R423-Grafikkarten.



