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Exploit für Sicherheitsloch in ASN-1-Library aufgetaucht

Exploit bringt Systeme ohne eingespielten Patch zum Neustart. Wie auf der Mailingliste Full Disclosure zu erfahren ist, liegt ein erster Exploit für die am 11. Februar 2004 bekannt gewordene Sicherheitslücke in der ASN-1-Library vor, was die verschiedenen NT-basierten Windows-Versionen betrifft. Der aktuelle Exploit kann Clients und Server zum Neustart zwingen, sofern der bereitgestellte Patch nicht installiert wurde.
/ Ingo Pakalski
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Wie die Mailingliste Full Disclosure zu berichten weiß, funktioniert der Exploit mit Windows 2000 und installiertem Service Pack 3 und 4 sowie Windows XP, indem auf diesen Systemen der Local Security Authority Service zum Absturz gebracht wird. Der Exploit greift Systeme über die Ports 135, 139 oder 445 an und kann auf diesem Weg entsprechende Rechner zu einem Neustart veranlassen, wenn der entsprechende Patch nicht installiert wurde. Weitere Schadfunktionen weist der bisher veröffentlichte Exploit nicht auf, allerdings ist zu befürchten, dass in Kürze weitere Exploits mit entsprechenden Schadroutinen erscheinen. Dies könnte dann noch verheerendere Folgen als der damalige Blaster-Wurm haben, der vor einigen Monaten die Sicherheitslücke im RPC-Protokoll ausnutzte, für die gleichfalls entsprechende Patches bereitstanden, die jedoch von vielen Anwendern nicht eingespielt wurden.

Anwendern von Windows NT 4.0, 2000 und XP sei hiermit nochmals eindringlich geraten, den Patch(öffnet im neuen Fenster) vom 11. Februar 2004 einzuspielen, um Systeme vor möglichen Angriffen zu schützen.


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