Panasonic, Sanyo und Sigma treten Four-Thirds-Konsortium bei
Zum Vergleich: Heutige Consumer-Kameras verwenden 2/3- oder 1/1,8-Zoll-Sensoren, die wesentlich kleiner sind als der 4/3-Chip. Die Größe eines 35-mm-Kleinbildes erreicht er jedoch nicht.
Der neue Standard soll die Entwicklung von herstellerübergreifenden nutzbaren Objektiven vereinfachen, die perfekt auf den digitalen Bildsensor zugeschnitten sind. Weil bei dem Four Thirds System die Art und Größe des Bajonett-Anschlusses standardisiert ist, lassen sich zukünftig auch Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren. Darüber hinaus sollen Four-Thirds-System-Objektive wesentlich kleiner und leichter sein als herkömmliche 35-mm- und APS-Optiken.
Bis zur Gründung von Four Thirds gab es keinen einheitlichen Standard für digitale Spiegelreflexkamerasysteme, d.h. Gehäuse und Objektive unterschiedlicher Hersteller sind in aller Regel nicht zueinander kompatibel. Der Grund hierfür ist, dass die entsprechenden Anbieter bislang nur Lösungen offerieren, die auf ihren 35-mm- oder APS-SLR-Systemen basieren. Um diese Optiken auch für digitale Kameras nutzen zu können, wurden größere Bildsensoren zum Einsatz gebracht. Doch selbst damit lässt sich nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen.
Denn anders als beim Film muss das einfallende Licht bei einem elektronischen Bildwandler in einem möglichst großen Einfallswinkel auf dessen Oberfläche treffen. Ist der Winkel zu klein, trifft auf die an den Rändern befindlichen Sensoren zu wenig Licht, was sich in fehlerhaften Farbwerten äußern kann, besonders bei Weitwinkelaufnahmen. Ein weiterer Nachteil großer Bildsensoren ist, dass voluminösere und schwerere Objektive benötigt werden, um die nur wenige Mikrometer auseinander liegenden Sensoren eines Chips zu treffen.
Das Four-Thirds-System wurde im September 2002 von Olympus und Kodak aus der Taufe gehoben und auch von Fuji unterstützt.