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Spieletest: Castlevania - Gothic-Vampir-Action

Neues Spiel in der legendären Reihe für PlayStation 2. Seit dem ersten Castlevania-Spiel, das 1986 für das NES erschien, hat die populäre Action-Reihe diverse Reinkarnationen erfahren – unter anderem auf der PSOne und dem GBA. Jetzt hat Konami die Serie erstmals auch auf die PlayStation 2 portiert und dabei recht gute Arbeit geleistet.
/ Thorsten Wiesner
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Wer schon einmal einen Castlevania-Teil gespielt hat, weiß prinzipiell, was ihn erwartet: Als einsamer Held macht man sich in ein verwunschenes Schloss auf und kämpft in unzähligen Räumen und Gemächern gegen böse Vampire, Skelette, Werwölfe und andere Monster der Nacht. Diesmal agiert man in einer Art Prequel zu den vorherigen Spielen als Leon Belmont, einstiger Adliger, der seine Titel aber abgelegt hat und nur noch ein Ziel vor Augen hat – den Entführer seiner Angetrauten Sara ausfindig zu machen und die Geliebte wieder in die Arme zu schließen. Keine leichte Aufgabe – schließlich müssen zunächst erst mal fünf Welten mit unzähligen bösen Kreaturen und gewichtigen Bossgegnern absolviert werden, bevor an ein Wiedersehen mit der holden Weiblichkeit gedacht werden kann.

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In der ungewöhnlich langen Anfangssequenz wird man Zeuge davon, wie Belmont auf dem Weg zum Schloss seines Widersachers auf den Alchimisten Rinaldo trifft und von ihm einige Informationen über das riesige Gemäuer und dessen Bewohner erhält. Zudem stattet Rinaldo ihn auch mit einer Peitsche aus, die fortan die wichtigste Waffe im Kampf gegen die düstere Brut sein soll. Im späteren Spielverlauf ist es dann immer wieder möglich, zu Rinaldo zurückkehren, um zum Beispiel Heiltränke gegen Bezahlung von ihm zu bekommen.

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Der Fokus des neuen Castlevania liegt eindeutig auf der Action – die meiste Zeit verbringt man peitschenschwingend oder mit dem Einsatz einer der kleineren Zusatzwaffen. Die Peitsche ist dabei mächtiger, als man es sich vielleicht zu Beginn vorstellen mag – zahlreiche Upgrades ermöglichen viele unterschiedliche und immer stärker werdende Combos, mit der sich die Angreifer recht einfach niederzwingen lassen. Zusätzlich kann man mit der Peitsche aber auch in bester Indiana-Jones-Manier über Abgründe oder auf Plattformen hinaufschwingen.

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Kenner der frühen Castlevania-Teile werden unter Umständen wenig begeistert über das doch stark vereinfachte und wenig komplexe Gameplay sein – sämtliche Rollenspielelemente, die die Reihe früher auszeichneten, wurden fast bis zur Unkenntlichkeit reduziert, und die fordernden Sprungpassagen sind ebenfalls nur noch selten vorhanden. Zwar kann man neben den Action-Einlagen seine Zeit auch mit dem Aufstöbern zahlreicher Geheimnisse verbringen, nichtsdestotrotz ist der Umfang eher gering – nach etwa acht bis neun Stunden werden die meisten Spieler wohl die Endsequenz zu sehen bekommen.

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Gewöhnungsbedürftig ist auch die fixe Kameraposition, die sich vom Spieler nicht beeinflussen lässt und zudem beständig zwischen den Räumen umschaltet – somit muss man beim Durchlaufen mehrerer Hallen andauernd den Bewegungsstick in eine andere Richtung drücken, obwohl man prinzipiell immer in dieselbe Richtung läuft.

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Die Präsentation des Spiels kann sich sehen lassen: Castlevania läuft konstant flüssig, beeindruckt mit sehr stilvoll designten düsteren Räumlichkeiten und wird zudem von einem dem Gothic-Horror-Szenario perfekt auf den Leib geschnittenen Soundtrack untermalt. In den zahlreichen Zwischensequenzen erfreut man sich zudem an einer sehr guten englischen Sprachausgabe.

Castlevania erscheint am 13. Februar 2004 für die PlayStation 2. Umsetzungen für andere Systeme sind nicht angekündigt.

Fazit:
Wer schon in der Vergangenheit die Stimmung der Castlevania-Reihe mochte oder ein Faible für Vampir-Szenarien hat, wird die prunkvolle und famos präsentierte Action zweifellos genießen – Konami hat es erneut verstanden, die Thematik gekonnt in Szene zu setzen. Grund zur Klage gibt es allerdings trotzdem: Die Fokussierung auf Action und leichte Zugänglichkeit dürfte Fans der Rollenspiel-Elemente der früheren Teile ein wenig enttäuschen – und der geringe Umfang lässt einen viel zu früh die Endsequenz sehen.


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