Abo
  • Services:
Anzeige

Gefährliche Sicherheitslücke im Windows Media Player

Microsofts Sicherheitsstrategie wird zur reinen Farce

Am Februar-Patch-Day des heutigen 11. Februar 2004 veröffentlichte Microsoft auch einen Patch für ein gefährliches Sicherheitsleck für alle Versionen des Windows Media Player. Allerdings geschah dies nicht - wie zu erwarten wäre - über das entsprechende Security Bulletin. Stattdessen veröffentlichte Microsoft alle Informationen darüber lediglich in einem Knowledge-Base-Artikel, womit die neue Sicherheitsstrategie von Microsoft jegliche Nachvollziehbarkeit verliert.

Anzeige

Das Sicherheitsleck in mehreren Versionen des Windows Media Player gestattet es einem Angreifer, in einen Audio- oder Video-Stream ausführbaren Script-Code in Form einer URL einzubinden, der dann in der lokalen Sicherheitszone des Opfers ausgeführt werden kann. Damit erlangt ein Angreifer umfassende Kontrolle über ein fremdes System, indem ein Opfer lediglich einen Audio- oder Video-Stream mit dem Windows Media Player empfängt.

In einem Knowledge-Base-Artikel begründet Microsoft das Verhalten damit, dass es sich dabei eigentlich gar nicht um einen Fehler handele, sondern dies eine extra implementierte Funktion darstelle. Dennoch sieht sich Microsoft veranlasst, für diese "Funktion" einen Patch anzubieten. Der auch in deutscher Sprache kostenlos zum Download angebotene Patch nimmt einen neuen Eintrag in der Registry vor. Darüber kann ein Administrator bestimmen, wie URL-Daten in entsprechenden Audio- und Video-Streams verarbeitet werden. So erklärt der betreffende Knowledge-Base-Artikel, unter welchen Umständen der Windows Media Player entsprechende URLs in Streaming-Daten berücksichtigt.

Sah es einige Monate so aus, als ob Microsoft mit seiner neuen Sicherheitsstrategie Erfolg hatte, hinterlässt der heutige Tag mindestens ein zwiespältiges Bild. In den vergangenen Monaten hat Microsoft Sicherheits-Patches nur einmal im Monat veröffentlicht und ist auch bis Februar 2004 nicht davon abgerückt. Mit dem heutigen 11. Februar 2004 hinterlässt Microsoft aber vor allem Verwirrung bei den Anwendern: Denn zum einen wurde das im Februar 2004 erschienene Security Bulletin eine Woche nach der ersten Veröffentlichung komplett umgekrempelt. Zum anderen enthält das entsprechende Dokument nicht alle veröffentlichten Sicherheits-Patches, wie das Sicherheitsloch im Windows Media Player belegt. Damit kann das Ziel der neuen Sicherheitsstrategie Microsofts in dem Punkt als gescheitert angesehen werden, dem Anwender mit einem monatlichen Patch-Day einen leichteren Überblick über Sicherheitslücken zu verschaffen.


eye home zur Startseite
Scratchy 27. Feb 2004

Ich finde M$-Produkte sollte nicht unter "software" in den regalen stehen sondern als...

CK (Golem.de) 12. Feb 2004

Ja, aber Du hast keine Meinung geäußert, Du hast eine vermeintliche Tatsache benannt. Es...

User 12. Feb 2004

Vielleicht haben die Leute von Microsoft die Sicherheitslücken von sich aus schon vorher...

User 12. Feb 2004

Wieso löscht ihr meinen Eintrag GOLEM???? Ich denke in Deutschland herscht...

DerDirk 12. Feb 2004

Weiß jemand, was an diesem Patch neu sein soll ??? MS hat meines wissen diesen schon im...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KWS Services Deutschland GmbH, Einbeck
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. Leadec Management Central Europe BV & Co. KG, Stuttgart
  4. Harting Electric GmbH & Co. KG, Espelkamp


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,99€
  2. 9,99€
  3. 19,99€ - Release 19.10.

Folgen Sie uns
       


  1. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  2. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  3. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  4. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden

  5. Umfrage

    88 Prozent wollen bezahlbaren Breitbandanschluss

  6. Optimierungsprogramm

    Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren

  7. VPN

    Telekom startet ihr Weltnetz für Unternehmen

  8. Smartphone

    Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern

  9. C't-Editorial kopiert

    Bundeswahlleiter stellt Strafanzeige gegen Brieffälscher

  10. Bundestagswahl 2017

    Viagra, Datenbankpasswörter und uralte Sicherheitslücken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

  1. Re: Upload höher als bei DSL?

    Gucky | 16:18

  2. Re: Vodafone-Kabel (ehemals Kabel Deutschland)

    HowlingMadMurdock | 16:17

  3. Re: Zum Thema "Tele Columbus sieht sich nicht...

    kabauterman | 16:16

  4. Re: 53% ? Der Wert ist so ziemlich sinnfrei.

    RipClaw | 16:16

  5. Re: Vodafone: Keine Probleme? Warum bekomme ich...

    iamweazel | 16:15


  1. 16:17

  2. 16:01

  3. 15:37

  4. 15:10

  5. 13:58

  6. 13:15

  7. 13:00

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel