IMHO: Spieler wollen keine kreativen Spiele

Wer experimentiert, wird bestraft

Befragt man PC- und Konsolenspieler, was sie am derzeit erhältlichen Programmangebot bemängeln, bekommt man oft die gleichen Antworten zu hören: "Es gibt keine kreativen Spiel-Ideen mehr" oder "Die Firmen produzieren nur noch einfallslose 3D-Shooter und Echtzeitstrategiespiele" sind zwei der am häufigsten genannten Kritikpunkte. Offensichtlich haben die Firmen, die Videospiele veröffentlichen, aber auch guten Grund für diese Release-Politik: Versuchen sie sich nämlich an etwas Neuem, werden sie regelmäßig dafür bestraft - und zwar fast immer von den Spielern selbst.

Artikel veröffentlicht am ,

XIII
XIII
Derzeit bestes - aber längst nicht einziges - Beispiel ist Ubi Soft: Bei der Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen musste der Publisher einräumen, dass die im Weihnachtsgeschäft erzielten Umsätze deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Schuld daran waren allerdings keine verheerenden Testergebnisse oder die schlechte Produktqualität aktueller Titel. Im Gegenteil: Spiele wie der ungewöhnliche Comic-Shooter XIII, der mit seiner Cel-Shading-Technologie für frischen Wind im Action-Genre sorgte, oder das immens abwechslungsreiche Beyond Good & Evil wussten mit Einfallsreichtum zu begeistern und bekamen reihenweise Awards und Auszeichnungen. Gekauft wurden sie deshalb aber noch lange nicht.

Stellenmarkt
  1. Data Warehouse Experte (m/w/d)
    Optica Abrechnungszentrum Dr. Güldener GmbH, Stuttgart
  2. Product Owner (m/w/d) Digitale Plattform
    EPLAN GmbH & Co. KG, Langenfeld
Detailsuche

Beyond Good & Evil
Beyond Good & Evil
Ganz im Gegenteil: Beyond Good & Evil wird schon wenige Wochen nach Veröffentlichung zum Mid-Price verramscht und ist weit davon entfernt, die Entwicklungskosten wieder einzuspielen. Ubi Soft will infolgedessen nach eigenen Angaben zwar weiterhin auch spielerische Experimente wagen, aber im besonders wichtigen Weihnachtsgeschäft doch lieber auf bekannte Marken wie Splinter Cell oder Prince of Persia setzen.

Viewtiful Joe
Viewtiful Joe
Ähnliches durfte auch Capcom mit seinem GameCube-Titel Viewtiful Joe erleben: Das ungewöhnliche Superhelden-Beat'em Up avancierte schnell zum Kritikerliebling und gehört zu den Spiel-Highlights 2003 unter all jenen, die es sich zugelegt haben - nur waren das kaum mehr als eine Hand voll Käufer in Europa. Die Verkaufshits waren im Gegenzug entweder Fortsetzungen bekannter Reihen wie etwa der neue Need-For-Speed-Teil oder große Lizenzspiele wie Herr der Ringe - zweifellos keine schlechten Titel, sicherlich aber auch alles andere als innovative Programme. Ein Publisher wie Electronic Arts, der hauptsächlich auf solche Spiele setzt, konnte im Weihnachtsgeschäft einmal mehr satte Gewinne einfahren.

Zukünftig wird man wohl immer mehr dieser vermeintlich sicheren Verkaufshits in den Läden sehen, gewagte Experimente hingegen werden immer seltener werden, da für die Publisher das Finanzierungsrisiko schlicht und ergreifend zu groß ist. Nur soll hinterher keiner behaupten, die Spielefirmen seien alleine schuld an der Misere - Programme, die kaum jemand kauft, können auf Dauer eben nicht produziert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


-]NEA[- John Doe 13. Aug 2005

http://www.nea-taskforces.de Wir sind ein Multigameing Clan der auch Battlezone 2 spielt.

c.b. 19. Feb 2004

Quot errat demonstrandum... Das hast Du wirklich sehr nett geschildert. Spiel schön...

dma 17. Feb 2004

Das hat ja nichts damit zu tun, ob man Spiele kapiert oder nicht. Beispiel Tetris...

c.b. 16. Feb 2004

Mahlzeit... mal wieder erstaunlich, welche unsinnigen Studien betrieben werden. Was...

mahagonie 16. Feb 2004

hey chummer :) jmd aus der nähe leipzig der shadowrun spielt ? wenn man über innovative...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen

Preise steigen in einem Jahr von Rekordtief auf Rekordhoch. Das Angebot hält mit unerwartet hoher Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus nicht mit.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen
Artikel
  1. Blizzard: Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected
    Blizzard
    Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected

    Besonders mächtige Ausrüstung aus Diablo 2 Resurrected wird auf Auktionsbörsen gehandelt.

  2. Smartphone-App: Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten
    Smartphone-App
    Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten

    Mit dem großen Andrang habe das Kraftfahrt-Bundesamt nicht gerechnet. Nun ist die App kaputt. Ein Update soll es richten.

  3. Telekom: Waage schwankt noch zwischen Vectoring und FTTH
    Telekom
    Waage schwankt noch zwischen Vectoring und FTTH

    Lange baute die Telekom nur Vectoring aus. Nun gibt es erste Monate, in denen Glasfaser im Zentrum steht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /