R420 - Kommt ATIs Antwort auf NV40 ebenfalls zur CeBIT 2004?
ATIs bisher nicht offiziell angekündigter R420 soll für AGP gedacht sein, während der vermutlich technisch weitgehend identische R423 für die schnellere PCI-Express-x16-Anbindung gedacht ist. Bei Nvidia soll der NV45 die PCI-Express-Version des NV40 darstellen, auch hier wurden beide noch nicht offiziell angekündigt. Wie Nvidia strebt den Gerüchten zufolge auch ATI eine Produkteinführung im 2. Quartal 2004 an.
Auf den R420- und vermutlich auch den R423-Grafikkarten werden sich wahrscheinlich 256 MByte GDDR2-Speicher finden, obwohl vom 256-Bit-Speicher-Controller auch DDR, DDR2 und GDDR3 unterstützt werden. Nvidia wird beim NV40 bzw. NV45 voraussichtlich ebenfalls auf GDDR2- bzw. GDDR3-Speicher setzen. Beide Unternehmen sind in die GDDR-Entwicklung involviert, wobei ATI zu deren Initiatoren zählt.
ATIs R420 ist – soviel ist bereits seit letztem Jahr bekannt – ein in 0,13 Mikron gefertigter Grafikchip mit neuer Architektur, verspricht also größeren Leistungsschub als er etwa beim Wechsel von Radeon 9800 Pro zu Radeon 9800 XT zu erleben war. Technische Details sind bisher vage, verhältnismäßig sicher ist nur, dass wie bei Nvidia NV40 Microsofts Pixel-Shader-Spezifikation 3.0 unterstützt wird, die mit DirectX 9.0c endlich funktionieren soll. Glaubt man einem 3DCenter.de-Artikel(öffnet im neuen Fenster) von Anfang Januar 2004, so ist die Zukunft von DirectX 9.1 derzeit noch ungewiss.
Obwohl von einem Starttermin zur CeBIT 2004 ausgegangen werden kann, soll dieses Datum zumindest laut Inquirer-Redaktion noch nicht in Stein gemeißelt sein. Genauso wäre es möglich, dass die Ankündigung früher oder etwa später erfolgt – zu viel Aufmerksamkeit wird ATI dem etwa zeitgleich mit seinem N40 zu Felde ziehenden Konkurrenten Nvidia nicht gönnen wollen.



