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Sun: Erste Systeme mit UltraSPARC IV vorgestellt

Neuer Prozessor soll nächste Generation des "Throughput Computing" einläuten. Der eigenen Ankündigung, die Leistung von Servern mit "Throughput Computing" zu steigern, lässt Sun jetzt erste konkrete Produkte folgen. So hat Sun auf seiner Hausmesse Sun Network erste Systeme mit dem UltraSPARC-IV-Prozessor vorgestellt, der zum UltraSPARC III binär-kompatibel ist.
/ Jens Ihlenfeld
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Dank Multi-Threading soll der UltraSPARC IV deutlich mehr Befehle gleichzeitig verarbeiten können und damit bis zum Doppelten des UltraSPARC-III-Durchsatzes erzielen. Sun nennt diese, Intels Hyper-Threading ähnelnde Technik "Chip Multithreading" (CMT).

Die Dual-Thread-Architektur des ersten UltraSPARC IV besteht aus zwei UltraSPARC-III-Kernen und greift auf externen 8-MByte-2-Wege-Level-2-Assoziativ-Cache pro Kern zu. Eine dynamische Entscheidungsinstanz soll dafür sorgen, dass jeder Thread die verfügbare Level-2-Cache-Bandbreite optimal ausnutzt. Ebenfalls direkt auf dem Prozessor befinden sich ein Speicher-Kontroller für bis zu 16 GByte DRAM sowie eine Systemschnittstelle für Zugang zu Suns systeminterner Netzinfrastruktur Fireplane.

Entsprechende Server-Systeme ermöglichen so den parallelen Einsatz von UltraSPARC-III- und UltraSPARC-IV-Prozessoren, auch vorhandene UltraSPARC-III-basierte Sun-Fire-Systeme können mit den neuen Chips aufgerüstet werden.

Die neuen Systeme Sun Fire E2900, E4900, E6900, E20K und E25K Server werden mit UltraSPARC-IV-Prozessoren samt Chip-Multi-Threading-(CMT-)Technologie ausgeliefert. Die Sun-Fire-Familie bietet mit der Dynamic-Reconfiguration-Technologie Features wie Hot Swapable, Plug and Play, Clustering und lineare Skalierbarkeit.

Dabei ist der Sun Fire E2900 mit bis zu zwölf CMT-UltraSPARC-IV-Prozessoren und bis zu 98 GByte Speicher für den raumsparenden Rack-Einbau im Datacenter optimiert, während die Sun Fire E4900 ebenfalls mit bis zu zwölf Prozessoren als mittelgroßer Abteilungsserver konzipiert ist. Der Sun Fire E6900 ist ein großer 24-Prozessor-Datacenter-Server mit Fokus auf Datenbanken, Datamining oder Serverkonsolidierungsapplikationen.

Noch einen Schritt größer sind die Systeme Sun Fire E20K und E25K, die mit bis zu 36 bzw. 72 Prozessoren laufen und für große Konsolidierungsprojekte und unternehmenskritische Datenbankanwendungen konzipiert sind.

Einen "radikaleren Einsatz" von CMT will Sun mit einer für 2006 geplanten Blade-Server-Plattform bieten und verspricht eine um bis zu 15-mal höhere Leistung als bei aktuellen UltraSPARC-IIIi-Systemen.


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