Spieletest: Maximo vs. The Army of Zin - Fantasy-Action
Fortsetzung des populären PS2-Spiels. Als Capcom Anfang 2002 das Action-Adventure Maximo für die PlayStation 2 veröffentlichte, freuten sich vor allem Fans unkomplizierter Action-Adventure über den Titel: In klassischer Hack&Slay-Manier fegte man mit seinem Schwert Unmengen von Dämonen und Skelette vom Bildschirm und konnte sich zudem noch am mal makabren, mal sehr skurrilen Humor des Titels erfreuen. Auch die Fortsetzung Maximo vs. The Army of Zin (wiederum exklusiv für die PlayStation 2 erhältlich) kann mit ähnlichen Qualitäten aufwarten.
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Held Maximo hat auch im zweiten Teil das Problem, das ihn schon im ersten Spiel der Reihe quälte: Seine Traumfrau Sophia ist immer noch verschollen und wohl irgendwo unauffindbar im Reich der Toten versteckt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, öffnet ein herrschsüchtiger Tyrann aber auch noch ein Siegel, das für 500 Jahre verschlossen war – und lässt so eine Armee bösartiger Roboter-Kämpfer auf die Menschheit los. Maximo soll dieses Problem in den Griff bekommen – und muss somit diesmal blecherne Charaktere anstelle von gruseligen Gerippen einen Kopf kürzer machen.
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Das prinzipielle Gameplay ist so eingängig wie simpel: Mit Schild und Schwert bewaffnet stürzt man sich auf Horden feindlicher Ungetüme und besiegt sie mit diversen einfach auszuführenden Schlag-Kombos. Im Spielverlauf erwirbt man diverse Waffen- und Rüstungs-Upgrades, mit denen sich die Kontrahenten noch einfacher bezwingen lassen. Im Gegenzug verliert man bei gegnerischen Treffern aber auch Teile der eigenen Panzerung – wird man besonders oft erwischt, steht man plötzlich in den eigenen Herzchen-Boxershorts da und muss darauf hoffen, bald wieder erfolgreich selbst zuzuschlagen.
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In den einzelnen Leveln und durch das Besiegen von Gegnern findet man Münzen, die sich bei Händlern ebenfalls gegen Lebensenergie und Rüstungs-Upgrades austauschen lassen. Zudem erhält man von ängstlichen Dorfbewohnern, die von der Roboter-Armee tyrannisiert werden, hilfreiche Hinweise auf weitere Schätze, wenn man sie aus den Klauen der Bösewichte befreit.
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Da Maximo enge Kontakte zu Gevatter Tod pflegt, ist es immer wieder möglich, vorübergehend in das Gewand des Sensenmannes zu schlüpfen und so dann der feindlichen Übermacht Herr zu werden. Viel mehr strategisches Vorgehen wird dem Spieler dann aber auch nicht abverlangt – der Schwerpunkt liegt erneut eindeutig auf dem beständigen Massenkampf. Die (wenigen) Rätsel verlangen kaum Gehirnschmalz, die gelegentlichen Hüpfpassagen sind ebenfalls kaum der Rede wert.
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Wirklich einfach ist das Spiel dennoch nicht: Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Schwierigkeitsgrad zwar eindeutig gedrosselt, nichtsdestotrotz sind die Speicherpunkte nicht so häufig, wie man sie gerne hätte. Zudem sind Extras nach dem Ableben nicht erneut einzusammeln: Wer alle Rüstungs-Upgrades eines Levels erworben hat, dann stirbt und zurückgestuft wird, muss im schlimmsten Fall in Unterhose beim Endgegner der jeweiligen Welt antreten.
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War schon der Vorgänger eine zwar nette, aber nicht gerade überragend schön anzusehende Angelegenheit, lässt auch "The Army of Zin" in diesem Punkt ein wenig zu wünschen übrig. Etwas mehr Abwechslungsreichtum und Detailfülle hätte man manchen Szenerien schon verpassen können. Ähnliches gilt für die Soundkulisse, die mit einigen wenigen Effekten und gelegentlichen Sprach-Samples stellenweise etwas lieblos wirkt. Zumindest wissen die Zwischensequenzen, in denen die recht einfache Hintergrundgeschichte fortgesponnen wird, durchaus zu gefallen.
Fazit: Das neue Maximo-Abenteuer ist sicherlich kein schlechtes Spiel – das leicht zugängliche Gameplay und die humoristischen Einlagen sorgen stellenweise für einen sehr unterhaltsamen und unkomplizierten Prügelspaß, Fans des Vorgängers werden also durchaus auf ihre Kosten kommen. Um aus der Masse erhältlicher PS2-Action-Titel herauszuragen, wäre aber etwas mehr nötig gewesen als dieses doch etwas zu geradlinige und auf Dauer eintönige Schwertschwingen – kreative Ideen sind im späteren Verlauf hier leider Mangelware.