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Open Video Toaster - Amiga-Videoschnitt als Open Source

Quellcode von Video Toaster Flyer für Amiga veröffentlicht. Mit der 1990 erfolgten Einführung der Videoschnitt-Software Video Toaster für den Amiga ermöglichte NewTek erstmals eine professionelle Videoproduktion auch ohne teure Fernsehstudioausrüstung – und startete damit den Markt für Desktop-Videoediting. Nun wurde der Quellcode der nicht mehr verkauften Amiga-Version des Toaster unter der Bezeichnung "Open Video Toaster" veröffentlicht.
/ Christian Klaß
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Der Quellcode ist in die Module "Video Toaster Flyer CG" (Echtzeit-Textgenerator für Live-Bilder und Aufzeichnungen), "Toaster Paint" (24-Bit-Grafikprogramm), "ChromaFX" (Echtzeit-Farbverfremdung), "Switcher" (Schnitte, Überblendungen zwischen vier externen und drei internen Videoquellen), "Flyer" (Nicht-Lineares Editieren) und "Edit" (Bearbeiten von Video- und Audioclips, Effekte) aufgeteilt.

Amiga-Fans finden den Quellcode des Open Video Toaster unter http://www.openvideotoaster.org/, Hinweise auf eine spezielle Open-Source-Lizenz fand die Redaktion dort bisher nicht. Weiterer Quellcode soll in der nächsten Zukunft veröffentlicht werden. Binärdateien für AmigaOS und Derivate finden sich auf der Projekt-Homepage noch nicht.

1999 brachte NewTek auch eine erste Windows-Version des Video Toaster auf den Markt, seit 2003 bietet der Softwarehersteller für die Windows-Plattform sein Nachfolgeprodukt VT[3], ein Komplettpaket für die professionelle Video- und Fernsehproduktion. Auch bei seiner 3D-Rendering-Anwendung Lightwave, die 1995 auf dem Amiga ihr Debüt hatte, ist NewTek bereits seit einigen Jahren auf Windows und MacOS umgeschwenkt.


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