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Der Kunde ist der Dumme - Strato und NSI streiten weiter

Network Solutions sieht Sicherheit seiner Kunden durch Strato verletzt. Im Streit mit Strato beklagt sich der Domain-Registrator Network Solutions (NSI) über das Vorgehen von Strato. Das Unternehmen habe Domains von Kunden ohne deren Wissen bzw. gegen deren Willen auf die eigenen Server übertragen.
/ Jens Ihlenfeld
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So habe beispielsweise ein Kunde gegenüber NSI berichtet, dass seine Domain-Registrierungen trotz einer bereits kürzlich von ihm vorgenommenen Verlängerung bei Network Solutions ohne sein Wissen und seine Erlaubnis transferiert wurden.

Strato und NSI streiten über die Verwaltung einiger Kundendomains, die Strato bislang von NSI verwalten ließ, nun aber aus Kostengründen an eine eigene Tochter übergeben will. Nachdem Strato den Vertrag mit NSI gekündigt hat, wandte sich NSI an die entsprechenden Kunden. Da die Domains noch immer bei NSI lagen, Strato aber nicht mehr Vertragsparter von NSI ist, hätten Strato-Kunden ihre Domain-Registrierung selbst bei NSI verlängern müssen.

Strato hat sich zunächst juristisch gegen das Vorgehen von NSI gewandt, um zu unterbinden, dass NSI die eigenen Kunden auffordert, Verträge mit NSI abzuschließen. NSI hat im Gegenzug Strato den Zugriff auf die Domains gesperrt, so dass Strato diese nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der Kunden zum neuen Domain-Registrator umziehen kann. Bei diesen Einwilligungen soll es Strato nun nach Ansicht von NSI nicht so genau genommen haben.

Network Solutions sieht nun im Vorgehen von Strato eine wie es heißt "ernsthafte Verletzung der Sicherheit seiner Kunden durch Dritte bzw. Außenstehende" , der NSI künftig mit einer zusätzlichen Kontrollfunktion in Form eines Identifikationsnachweises entgegenwirken will.

Die Unternehmen kämpfen dabei um rund 300.000 .com-, .net- und .org-Domains.


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