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Athlon 64 bald mit verfeinertem Stromsparmodus

Verbessertes "Cool'n'Quiet" ab neuem Kern mit CG-Stepping. Laut AMDs im Januar 2004 aktualisiertem "Athlon 64 Processor Power and Thermal Data Sheet" wird die bereits in den ersten Athlon-64-Modellen zu findende Stromspartechnik "Cool'n' Quiet" mit einer neuen Version des Prozessorkerns überarbeitet. Sie bietet dann – abhängig vom Prozessor – nicht mehr nur drei, sondern vier Taktraten-Stufen und verbraucht in der niedrigsten weniger Strom als zuvor.
/ Christian Klaß
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Mit Cool'n'Quiet bot der Athlon 64 bereits ab seiner Einführung zum 23. September 2003 als wohl erster Desktop-Prozessor eine von Notebook-Prozessoren her bekannte Stromspartechnik – sie erlaubt zwar keine so feinen Untertaktungsstufen, bietet aber dennoch die Möglichkeit, den Prozessor etwa bei geringer Systembelastung herunterzutakten und die Kernspannung entsprechend nach unten zu regeln.

Der bisherige Prozessorkern erlaubt Taktraten-Absenkungen von 2.000 MHz (3000+/3200+) bzw. 2.200 MHz (3400+) bei 1,5 Volt Kernspannung und maximal 89 Watt Stromverbrauch auf 1.800 MHz (1,4 Volt, 66 Watt) und 800 MHz (1,3 Volt, 66 bzw. 70 Watt). Bei der neuen Revision wurde bei allen Athlon-64-Modellen die niedrigste Taktung um 200 MHz auf 1.000 MHz angehoben und trotzdem konnte AMD die Kernspannung auf 1,1 Volt und den Stromverbrauch auf 22 Watt absenken. Zudem verbrauchen die im Suspend-to-RAM-Modus (S3) abgeschalteten Prozessoren anstatt 600 mW nur noch 160 mW.

Nur beim Athlon 64 3400+ gibt es ab dem neuen Kern zusätzlich eine vierte Stromsparstufe und eine bei 1.800 MHz gesenkte Kernspannung und Wattzahl. So kann der Prozessor von 2.200 MHz (1,5 Volt/89 Watt) auf 2.000 MHz (1,4 Volt/69 Watt), 1.800 MHz (1,3 Volt/50 Watt) und 1.000 MHz (1,1 Volt/22 Watt) heruntergetaktet werden.

AMD Deutschland konnte auf Nachfrage von Golem.de noch nicht mitteilen, ab wann Athlon-64-Prozessoren mit dem neuen Prozessorkern im Handel auftauchen werden. Es wird wohl eher einen schleichenden Wechsel geben, der ohne viel Brimborium ablaufen wird. Denn bisher hat es AMD versäumt, stärker auf seine deutlich zu wenig beworbene Funktion Cool'n'Quiet hinzuweisen – während der große Konkurrent Intel trotz des Stromhungers des "Prescott" (89 Watt bei 2,8/3 GHz, 103 Watt bei 3,2/3,4 GHz) im Desktop-Bereich immer noch keine Stromspartechnik eingeführt hat. Und das obwohl viele leistungsfähige Rechner häufig ohne Grund mit voller Kraft arbeiten, unnötig Strom verbrauchen und gleichzeitig nur mit vergleichsweise viel Aufwand leise gekühlt werden können.

Nähere Details zu den Stromsparmodi der Athlon-64-Modelle finden sich im eingangs erwähnten AMD-Dokument(öffnet im neuen Fenster) .


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