Abo
  • Services:
Anzeige

Phonoverbände gegen Patch für Kopiersoftware MovieJack

Einstweilige Verfügung soll Software von S.A.D stoppen

Das Landgericht München gab dem Antrag einer einstweiligen Verfügung statt, die es dem Softwarehersteller S.A.D untersagt, einen Patch für seine Software anzubieten. Dieser "CopyCount-Patch" erlaubt, kopiergeschützte DVDs wenige Male zu kopieren - ohne den Patch erlaubt MovieJack keine Kopien von geschützten DVDs.

Anzeige

"Das neue Urheberrecht gilt für jeden, auch Softwareunternehmen müssen sich daran halten", kommentierte der Vorsitzender der deutschen Phonoverbände Gerd Gebhardt. "Wer meint, durch juristische Gutachten Absolution bekommen zu können, der wird eines Besseren belehrt werden."

Infolge des in Deutschland seit dem 12. September 2003 geltenden neuen Urheberrechtsgesetzes, das die Umgehung von Kopierschutzmechanismen unter Strafe stellt, hatte auch das Software-Haus S.A.D. seine Kopierprogramme wie MovieJack, DCS und CDRWIN vom Markt genommen oder nur noch in abgespeckten Versionen angeboten. Ein neues, von S.A.D. selbst in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten nahm der Hersteller aber zum Anlass, die Software wieder in vollem Umfang in den Handel zu bringen.

S.A.D. hatte zunächst angekündigt, Verfassungsklage einzureichen und beauftragte dazu Prof. Dr. Holznagel, LL.M. (Master of Law) vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) in Münster, mit einem entsprechenden Gutachten. Das von Holznagel erstellte Papier soll laut S.A.D. für einigen Wirbel sorgen: Zwar ist eine Verfassungsklage in Karlsruhe laut Holznagel nicht möglich; das Gutachten geht jedoch davon aus, dass die Produkte des Unternehmens weiterhin hergestellt und vertrieben werden dürfen.

Der Ulmer Software-Verlag bietet die einst vom Markt genommene Software wieder an und stellt auch Patches für Kunden zur Verfügung, die zuvor eingeschränkte Versionen der Kopiersoftware erworben hatten. Mit dem Patch ist es möglich, bis zu drei Kopien von geschützten DVDs anzufertigen.

Die Musikindustrie wollte dies aber nicht hinnehmen und erwirkte durch die Münchener Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte beim Landgericht München eine Unterlassungsverfügung, die der Verbreitung des Patches ein Ende setzen soll.

"Die Entscheidung zeigt, dass es keine Zweifel an dem geltenden Urheberrecht gibt. Wir werden illegale Angebote zum Kopierschutzknacken auch zukünftig nicht hinnehmen und unsere Rechte durchsetzen, egal gegen wen. Das gilt auch für Softwareunternehmen, die an den Leistungen von Kreativen und Produzenten schmarotzen wollen", so Gebhardt zu der einstweiligen Verfügung, die kein Urteil in der Sache darstellt.


eye home zur Startseite
Nucleo 12. Mär 2004

da muss die MI aber erstmal mehrere Mrd Euro an den Staat spenden damit die benötigten...

RicoS 06. Feb 2004

Also ganz ehrlich. Sollen Sie doch Kopiersoftware verbieten. Nachdem jeder zweite hier...

Muad'dib 05. Feb 2004

Ich war am Mi. 28. Jan. 2004 auf der A7 Richtung Memmingen unterwegs als auf Antenne (mit...

Martin 05. Feb 2004

Nein, warum? Das Kopieren von *nicht* kopiergeschützten Medien ist ja nicht verboten...

Martin 05. Feb 2004

Ja, natürlich, aber eben nicht auf der offiziellen Seite. Das ist klar. Martin



Anzeige

Stellenmarkt
  1. LogPay Financial Services GmbH, Eschborn
  2. MAX-DELBRÜCK-CENTRUM FÜR MOLEKULARE MEDIZIN, Berlin
  3. AEVI International GmbH, Berlin
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€ - Release 19.10.
  2. 9,99€
  3. 19,49€

Folgen Sie uns
       


  1. IFR

    Zahl der verkauften Haushaltsroboter steigt stark an

  2. FTTH

    CDU für Verkauf der Telekom-Aktien

  3. Konkurrenz

    Unitymedia gegen Bürgerprämie für Glasfaser

  4. Arduino MKR GSM und WAN

    Mikrocontroller-Boards überbrücken weite Funkstrecken

  5. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  6. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  7. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  8. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  9. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  10. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

  1. Re: Ich lach mich schlapp...

    ArcherV | 18:13

  2. Re: Der starke Kleber

    ArcherV | 18:10

  3. Re: komische Apps

    /mecki78 | 18:10

  4. Re: Endlich Reißleine ziehen.

    tingelchen | 18:09

  5. Re: *Gerade* Siemens und Bosch scheitern daran

    k@rsten | 18:06


  1. 15:18

  2. 13:34

  3. 12:03

  4. 10:56

  5. 15:37

  6. 15:08

  7. 14:28

  8. 13:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel