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MyDoom legt SCO lahm

Angriff auf www.sco.com hat begonnen. Eine DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service), die durch den Wurm MyDoom ausgelöst wurde, hat wie erwartet die Website der SCO Group am Sonntag, den 1. Februar 2004, außer Gefecht gesetzt.
/ Jens Ihlenfeld
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SCO erwartet, dass die Angriffe bis zum 12. Februar 2004 anhalten, da der Wurm an diesem Tag seine Aktivitäten einstellt. Der Traffic auf www.sco.com(öffnet im neuen Fenster) sei ab Samstagabend (31. Januar 2004) zunehmend angestiegen und habe am Sonntag um 0:00 Uhr Ortszeit die Server lahm gelegt, gab das betroffene Unternehmen an.

Warum SCO keine Vorkehrungen gegen die bevorstehende Attacke getroffen hat, ist unklar. Unter anderem hat dies Netcraft dazu veranlasst,(öffnet im neuen Fenster) sich auf humoristische Weise mit den SCO zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu beschäftigen.

SCO hatte bereits ein Kopfgeld in Höhe von 250.000 US-Dollar für Informationen ausgesetzt, die zum Autor des MyDoom-Wurms führen. Zudem will das Unternehmen am Montag, dem 2. Februar 2004, weitere Schritte ankündigen. Noch ist aber unbekannt, wer sich hinter MyDoom versteckt. Meldungen, dass Open-Source- oder Linux-Fans hinter dem Wurm stecken, sind bislang reine Spekulation. Open-Source-Vertreter wie beispielsweise Bruce Perens haben entsprechende Verdächtigungen zurückgewiesen und ihrerseits das Vorgehen verurteilt.

Während MyDoom seinen Angriff auf SCO bereits gestartet hat, steht dies Microsoft noch bevor. Der Software-Riese ist das ausgemachte Opfer des MyDoom-Ablegers MyDoom.B , der am 3. Februar 2004 zuschlagen soll.

Während die spektakulären Angriffe auf SCO und Microsoft nach einigen Tagen enden dürften, bleibt die eigentliche Gefahr bestehen. Sie liegt in den Hintertüren, welche MyDoom auf den befallenen Systemen eingerichtet hat. Über diese Einfallstore können Eindringlinge die betroffenen Rechner weiterhin für ihre Zwecke kapern und beispielsweise für zusätzliche Angriffe verwenden.


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