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EU: Nicht nur Strom, sondern auch Internet aus der Steckdose

Powerline-Projekt der Europäischen Kommission gestartet. Das im Rahmen des Breitbandprojektes "Broadband for All" aufgehängte Powerline-Förderprojekt "OPERA – Open PLC European Research Alliance" hat zum 1. Januar 2004 die Arbeit aufgenommen. Durch OPERA will die Europäische Kommission die Bedeutung von Powerline für den europäischen Breitbandmarkt unterstreichen.
/ Andreas Donath
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Die Powerline-Technik überträgt die Daten mit theoretisch bis zu 14 Mbps (praktisch: 5 bis 8 Mbps) und ist damit um ein Vielfaches schneller als ISDN. Mit PLC kann der Kunde an jeder Steckdose im Haus auf das Internet zugreifen. Eine zusätzliche Verkabelung des Gebäudes mit Kommunikationsleitungen ist nicht mehr erforderlich. Der Zugang ist außerdem ständig verfügbar, ohne dass sich der Anwender mühsam in das Netz einwählen muss.

OPERA wird im Rahmen der Initiative "eEurope" und dem dazugehörenden Projekt "Information Society Technologies (IST)" gefördert. Das Projekt erstreckt sich über zwei Projetkphasen von jeweils zwei Jahren. Die erste Projektphase ist mit einem Gesamtbudget von 20 Millionen Euro ausgestattet. Ein internationaler Zusammenschluss von Energieversorgungs-, Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Consultants wird einen einheitlichen europäischen Powerlinestandard erarbeiten. Langfristiges Ziel der Europäischen Kommission ist es, den Breitbandmarkt in Europa weiterzuentwickeln und Powerline als eine weitere Säule neben DSL- und Kabelzugängen zu etablieren.

Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, Breitband-Internetzugänge in Europa stärker zu verbreiten. Die Powerline-Technologie wurde hier als wichtige Plattform erkannt. Damit der Aus- und Aufbau von Powerline-Netzen in Europa weiterhin konsequent verfolgt wird, hat zum 1. Januar 2004 das "OPERA"-Projekt seine Arbeit aufgenommen. Die vorgesehene Projektdauer beträgt vier Jahre. Die erste Phase des Projektes ist bereits detailliert geplant und mit einem Gesamtbudget von 20 Millionen Euro ausgestattet. 9 Millionen des Gesamtbudgets werden von der Europäischen Kommission getragen. Im Rahmen des Gesamtprojektes arbeiten 35 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in einem internationalen Konsortium zusammen.

Zu den Zielen des EU-Projektes zählt die Steigerung des Wettbewerbs im Zugangsnetz. Wichtig ist vor allem, dass durch Powerline auch strukturschwächere und ländliche Gebiete mit breitbandigem Internetzugang erschlossen werden können. Diese Gebiete wurden bis dato bei der Erschließung mit herkömmlichen Technologien bewusst vernachlässigt. Da Powerline neben der Internetanwendung eine Reihe weiterer Möglichkeiten – wie z.B. Telefonie oder Anwendungen im Kerngeschäft – bietet, sollen zukünftig neue Powerline-basierte Anwendungen die Lebensqualität der europäischen Bürger erhöhen.

Langfristiges Ziel der Europäischen Kommission ist die Weiterentwicklung des Breitbandmarktes in Europa und die Förderung von Komplementär- und Wettbewerbsinfrastrukturen, wie beispielsweise Powerline, als zusätzliche Marktsäulen neben DSL und Kabelzugängen.


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