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Verhängt die EU 100-Millionen-Buße gegen Microsoft?

Media Player im Zentrum der Kritik. Dem US-Software-Konzern Microsoft droht eine Rekordstrafe aus Brüssel. Wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, plant EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti, gegen das US-Unternehmen ein Bußgeld von rund 100 Millionen Euro zu verhängen.
/ Andreas Donath
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Monti kommt zu dem Schluss, dass Microsoft seine marktbeherrschende Position mit dem Betriebssystem Windows in unzulässiger Weise ausgenutzt habe. Monti will in seiner Entscheidung, die offiziell im März 2004 fallen soll, den Konzern dazu verurteilen, sein Betriebssystem auch ohne den MS Media Player anzubieten. Das soll Wettbewerbern den Einstieg in den Markt erleichtern.

Die EU will Microsoft laut Focus zudem dazu verpflichten, der Konkurrenz wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen, damit diese Programme erstellen können, die problemlos mit Microsoft-Produkten harmonieren. Dies hatte der Konzern in dem vierjährigen Mammutverfahren bis zuletzt abgelehnt.

US-Politiker und Lobbyisten werfen der EU vor, Microsoft auf kaltem Wege zu enteignen und europäischen Firmen einen Vorteil zu verschaffen.


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