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Prescott ist da: Pentium 4 mit 90-nm-Kern (Update)

Mehr Leistung dank 1 MByte Level-2-Cache, Detailverbesserungen und SSE3

Nun ist es endlich so weit: Intel hat dem Pentium 4 einen neuen Kern spendiert, den lang erwarteten Prescott. Dieser ist im Gegensatz zum abgelösten Northwood-Kern (130 nm) in 90 nm gefertigt, bringt neue Funktionen, teils mehr Leistung und erlaubt vor allem höhere Taktraten.

Artikel veröffentlicht am ,

Durch die Kombination von 90-nm-Fertigungstechnik, Strained Silicon, Kupferverbindungen und Low-K-Dielectric Material soll der aus 125 Millionen Transistoren bestehende und 112 qmm große Pentium 4 mit Prescott-Kern höhere Taktraten erreichen können. Darüber hinaus finden sich im Prescott von Hause aus 1 MByte anstatt nur 512 KByte (Northwood) Level-2-Cache, der jedoch nicht nur vergrößert, sondern auch etwas optimiert wurde.

Die bekannte Netburst-Mikroarchitektur des Pentium 4 wurde beim Prescott auch in Bezug auf den Level-1-Cache verändert: Anstatt eines 8-KByte/4-Wege-Assoziativ- kommt nun ein 16-KByte/8-Wege-Assoziativ-Cache mit optimiertem Store-to-Load-Forwarding zum Einsatz. Doch nicht nur die Caches wurden überarbeitet: Verbessert wurde bei der Code-Verarbeitung z.B. die statische und dynamische Sprungvorhersage, die laut Intels internen Studien in den meisten Fällen effizienter arbeitet als die des Northwood.

Pentium 4  mit Prescott-Kern
Pentium 4 mit Prescott-Kern

Während beim Northwood die "Mis-Prediction-Pipeline" nur 21 Stufen lang war, sind es beim Prescott schon 31 Stufen, so dass deren Auffüllen bei Versagen der Sprungvorhersage mehr Zeit kostet. Bei optimiertem Code tut das zwar laut einem Intel-Sprecher nicht weh, bei Versagen der Sprungvorhersage (engl. Branch Prediction) - etwa bei alter oder speziell für eine andere CPU optimierte Software - kann der Prescott hingegen bei gleichem Takt langsamer sein als Northwood. Diesen Nachteil hat Intel allerdings bewusst in Kauf genommen, da die veränderte Architektur höhere Taktraten möglich macht.

Weiterhin wurde eine der Integer-Einheiten (ALU) des Prescott nun zudem um gebräuchliche Shift- und Rotate-Funktionen erweitert, für die zuvor komplexe, mehrere Taktzyklen dauernde Integer-Instruktionen nötig waren. Ein weiteres Beispiel für die überarbeiteten Algorithmen des neuen Pentium 4: Integer-Multiplikationen erfolgen nun direkt im Integer-Teil der CPU und müssen nicht mehr zeitraubend dem Fließkomma-Multiplikator zugeführt werden. Auch beim HyperThreading hat Intel einige kleinere Optimierungen vorgenommen - das Grundprinzip blieb gleich.

Prescott ist da: Pentium 4 mit 90-nm-Kern (Update) 
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Martin 16. Feb 2004

Naja, dann gibt es deiner Argumentation zufolge ja keine DAUs - weil diese nicht gut...

Martin 16. Feb 2004

Ich (als Besitzer eines AthlonXP) sehe es auch so. Aber dazu müssten die Medien das...

neo-bahamuth 02. Feb 2004

ist bereits aim kern enthalten aber nicht aktiviert, ähnlich wie das HT bei den FSB533...

neo-bahamuth 02. Feb 2004

lies den anandtech test mal ganz, die empfehlen immer noch den A64 3000+ oder 3400+ wenn...

mittelscharf 02. Feb 2004

...falls manchen meine Kritik etwas zu scharf. Meine Reaktion war ein Schnellschuss und...


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