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Mute gegen RIAA - Anonymes Filesharing mit Verschlüsselung

Ambitioniertes Open-Source-Projekt für heimliche Nutzer

Neben Freenet gibt es mit Mute seit Dezember 2003 ein zweites Filesharing-Netz, das anonymes Filesharing ermöglichen soll. Im Gegensatz zu beliebten Filesharing-Netzen wie Gnutella, Fasttrack und eDonkey bzw. Overnet oder Alternativ-Konzepten wie Bittorrent werden hier direkte Kontakte und unverschlüsselte Dateitransfers beim Up- und Download vermieden.

Artikel veröffentlicht am ,

Bei Mute werden nicht nur Nachrichten wie Suchanfragen und Suchergebnisse, sondern auch die Dateitransfers durch ein Netzwerk von jeweils benachbarten Mute-Nutzern geschleust und direkte Verbindungen mit IP-Nummern-Austausch weitgehend vermieden. Es kennen nur die direkten Netzwerk-Nachbarn ihre IP-Adressen, während alle weiteren Knoten unter virtuellen Adressen bekannt sind.

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Jeder Teilnehmer bzw. Knotenpunkt im Mute-Netz generiert seine virtuelle Adresse zufällig beim Programmstart - um das System nicht zu kompromittieren, wissen entfernte Knoten nur die virtuelle Adresse und Nachbarn nur die IP-Adresse. So soll es erschwert bis unmöglich sein, virtuelle und IP-Adresse einander zuzuordnen. Und selbst wenn jemand die IP-Adressen zweier Nachbarn ausgespäht hat und den Datenstrom überwacht, muss erst die von den Entwicklern als "militärisch sicher" beschriebene Verschlüsselung überwunden werden. Genauso wenig wissen auch nur die Mute-Teilnehmer selbst, von welcher virtuellen Adresse sie die Daten gesendet bekommen.

Die Suche nach bestimmten Dateien, das Speichern der IP-Adressen der Anbieter und die Kontaktierung von deren Provider zwecks Ermittlung von Name und postalischer Adresse soll mit Mute nicht funktionieren. Diese Methode setzt etwa die US-Musikindustrie-Vereinigung RIAA ein, um Raubkopierer ausfindig zu machen - nicht umsonst taucht die RIAA in der Funktionsbeschreibung des Mute-Netzwerks auf, um dessen Vorzüge für um Anonymität bedachte Filesharing-Nutzer aufzuzeigen.

Da es sich bei Mute um ein Open-Source-Projekt handelt, kann sich jeder Programmierer an der Entwicklung beteiligen; alternativ kann per PayPal für den Fortbestand gespendet werden. Das Projekt hat bei Sourceforge sein Zuhause gefunden, dort findet sich Mute nicht nur als Unix-Quellcode der am 27. Januar 2004 erschienenen Version 0.2.2, sondern auch als ausführbares Programm jeweils für GNU/Linux (x86/PPC), MacOS X ab Version 10.2 und Windows 9x/NT/2000/XP. Eine deutsch- und englischsprachige Hilfestellung zur Mute-Nutzung bietet etwa Markus Speckmeier in Form eines selbst erweiterbaren Wikis.

Ein älteres Projekt der Mute-Programmierer nennt sich Konspire[2b] - hier wird die Idee des Filesharings auf den Kopf gestellt: Anstatt im Filesharing-Netz zu suchen, wählen die Nutzer einen Kanal aus und erhalten alle darüber verbreiteten Daten - eine etwa für Spieledemos interessante Verbreitungsmethode. Auch eigene Kanäle können angelegt und angemeldet werden. Die letzte Software-Version erschien hier im Sommer 2003, die Entwicklung des noch jungen Mute scheint derzeit Vorrang zu haben.

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Historiker 15. Jun 2006

... Genauso wird es irgendwann in den Geschichtsbüchern stehen, wenn wir nicht langsam...

kallekuh 26. Mai 2006

Es handelt sich um ein dreistufiges Prinzip. Ja, man kann die Daten der eigenen Node...

ghazghkull 05. Mai 2006

Diese Seite ist genauso illegal wie p2p, da die Russen keine Rechte an den Liedern...

The wanderer 28. Jun 2005

Ganz großes Kino!!:-)))


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