AOL geht gegen freien ICQ-Client für Handys vor
AOL habe über seine Rechtsanwälte das Mobicq-Projekt zunächst aufgefordert, alle Domain-Namen abzugeben, die Marken von AOL – also beispielsweise ICQ – enthalten. Dem hatten die Mobicq-Entwickler zugestimmt, sich aber lediglich eine Übergangszeit erbeten, in der ein Link von der alten Website www.mobicq.org(öffnet im neuen Fenster) auf eine neue zeigt. Nach einer Übergangsfrist wollten sie dann alle Domains an AOL übergeben.
Doch dies scheint AOL nicht zu genügen – man fordert nun die Mobicq-Entwickler auf, die Verbreitung ihres ICQ-Clones sowie jede entsprechende Software bzw. entsprechende Dienste zu beenden, so die Mobicq-Entwickler.
Das Team hinter Mobicq vermutet nun, AOL versuche, mit dem Vorgehen gegen Mobicq einen Konkurrenten auszuschalten, steht Mobicq doch im Wettbewerb mit AOLs kommerziellem J2ME-ICQ-Client. Diesen bietet AOL derzeit beispielsweise O2-Kunden in Großbritannien und Deutschland per kostenpflichtigem Download an.
Unabhängig vom weiteren Verlauf des Rechtsstreits mit AOL wollen die Mobicq-Entwickler ihr Projekt in "Jimm" umbenennen und alle Domains innerhalb der nächsten Wochen auf AOL übertragen.