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Nemo und die Monster AG haben keine Lust mehr auf Disney

Distributionsvertrag wird nicht verlängert. Die Pixar Animation Studios, die durch Filme wie "Toy Story", "Monster AG" oder "Findet Nemo" weltweit die Kinokassen klingeln ließen, werden ihren Distributionsvertrag mit Disney nicht verlängern. Laut einem Bericht des Wall Street Journals hatte man bei Pixar wenig Lust darauf, mit den eigenen Blockbustern weiterhin die Flops von Disney gegenzufinanzieren.
/ Thorsten Wiesner
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Den bisher gültigen Vertrag hatten Pixar und Disney 1995 abgeschlossen. Dort wurde vereinbart, dass Disney nicht nur einen fest vereinbarten Distributionsbeitrag erhält, sondern auch noch kräftig beim Einspielergebnis mitkassiert, was in den letzten Jahren Millionen Dollar in die auf Grund zahlreicher erfolgloser Zeichentrickfilme gebeutelten Disney-Kassen fließen ließ. Für die letzten beiden Filme, die das Distributionsabkommen noch umfasst – "The Incredibles" in diesem Jahr und "Cars" in 2005 – wollte Pixar den Vertrag neu verhandeln lassen, laut Pixar-Chef Steve Jobs war man bei Disney aber nicht bereit, dem erfolgreichen Animationsstudio entgegenzukommen.

Pixar wird sich demnach nach einem neuen Partner umsehen, was angesichts der Erfolge der Studios kein allzu großes Problem darstellen dürfte. Ab 2006 darf sich Disney somit auf noch schärferen Wettbewerb gefasst machen – denn ab dann laufen die neuen Pixar-Titel in direkter Konkurrenz zu den eigenen Leinwandstreifen.


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