Verband fordert funkfreie Schutzzonen für Elektrosensible
Laut einer Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) vom Herbst 2001 sollen sich rund 6 Prozent der befragten Bundesbürger in ihrer Gesundheit durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks beeinträchtigt fühlen. Der Bundesverband Elektrosmog geht jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liege und die Elektroempfindlichen sich der Zahl der Allergiker annähern würden, zu denen verschiedenen Berichten zufolge etwa 15 Prozent der Deutschen zählen. Der Verband unterscheidet dabei zwischen "Elektrosensibilität" mit unspezifischen Beschwerden, der "Elektrosensitivität" - eine über dem Durchschnitt verstärkte Wahrnehmung elektromagnetischer Wellen - sowie der "Elektroallergie".
Dahinter muss jedoch nicht unbedingt eine echte Krankheit stecken, denn wenn man den Ende 2002 veröffentlichten ersten Untersuchungsergebnissen der Fakultät für Medizin der Universität Witten/Herdecke glauben kann, gibt es eine psychologische Komponente von Elektrosensibilität: "Wenn sie ein Feld erwarten, fühlen sich die so genannten Elektrosensiblen krank", erklärte der Elektropathologe Prof. Dr. med Eduart David vom zuständigen Forscherteam zum Zeitpunkt der Studien-Veröffentlichung. Gleichzeitig wiesen er und sein weiter forschendes Team aber darauf hin, dass nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, dass bisherige naturwissenschaftliche Methoden nicht fein genug sind, um kleinste physikalisch messbare Reaktionen im menschlichen Körper aufzudecken.
Laut Bundesamt für Strahlenschutz sind die aktuell zulässigen Grenzwerte für durch elektrische Geräte erzeugte elektromagnetische Felder so gewählt, dass nach dem heutigen Kenntnisstand die bisher wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitsschädlichen Risiken durch elektromagnetische Felder auch bei dauerhaftem Aufenthalt nicht auftreten. Dennoch rät auch das Amt zu bedachtem Umgehen mit der Technik: So sollten weniger sendestarke Handys gewählt und heimische DECT-Telefon-Stationen nicht im Schlafzimmer sowie Mobilfunkmasten nicht in der Nähe von Krankenhäusern und Kindergärten postiert werden. Für Feldintensitäten unterhalb der Grenzwerte liegen laut Bundesamt wissenschaftliche Verdachtsmomente vor, auf Grund derer vorsorgliche Maßnahmen zur Verringerung möglicher Risiken gefordert werden - etwa durch eine Verringerungen der Einwirkdauer und Feldstärkeverminderungen.
Wie und wo die vom Bundesverband Elektrosmog e.V. geforderten funkfreien Oasen für Elektrosensible realisiert werden sollen, wurde nicht angegeben.
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Guten Tag! Weiss jemand, ob sich die Handy-Verweigerer bereits zu einem Verband, einer...
Hey also ich muss für physik einen faradayischen käfig für ein handy basteln (so das...
Da Schall und Luftbewegungen das Gleiche sind, setze ich das auch gleich. Ich würde mich...
<> Aha: Nur damit wir uns richtig verstehen: Es liegt also am Lärm und den Luftbewegungen...